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Athenagoras (2. Jhd.) - Bittschrift für die Christen (Apologia pro Christiana)

9.

Begnügten wir uns jetzt mit derartigen Erwägungen, so müßte man meinen, unsere Rechtfertigung sei Menschenwort. Nachdem aber auch die Aussprüche der Propheten unsere Beweisführungen beglaubigen (bei Eurer seltenen Wißbegierde und Eurem hohen Bildungsgrad werdet Ihr selbst schon von den Aussprüchen eines Moses, Isaias, Jeremias und der übrigen Propheten vernommen haben, die, ihrem eigenen Denken entrückt, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes, was ihnen eingegeben wurde, verkündeten, wobei sich der Geist ihrer bediente, wie wenn ein Flötenspieler die Flöte bläst), so laßt uns hören, was diese sagen. „Herr ist unser Gott; neben ihm kann kein anderer in Betracht kommen“; und wiederum: „Ich bin Gott vorher und nachher und außer mir gibt es keinen Gott“. In ähnlicher Weise: „Vor mir war kein anderer Gott und keiner wird nach mir sein; ich bin Gott und außer mir ist keiner“. Und von seiner Größe heißt es: „Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Welches Haus wollt ihr mir erbauen oder welches soll der Ort meiner Wohnung sein?“ Ich überlasse es Euch, diese Schriften selbst einzusehen und die Aussprüche jener Männer genauer zu prüfen, damit Ihr mit der gehörigen Einsicht den brutalen Mißhandlungen, mit denen man uns quält, ein Ende macht 1.

1: Vergleiche zu diesem Kapitel: Exod. 20,2-3; Is. 44,6; 43,10-11; 66,1

 

 

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Einleitung zu Athenagoras' Bittschrift für die Christen
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger