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Tatian (2. Jdh.) - Rede an die Bekenner des Griechentums (Oratio ad Graecos)

40.

(1) Somit ergibt sich aus dem Gesagten, daß Moses älter ist als die erwähnten Heroen, Städte, Kriege und Dämonen, und man muß ihm, weil er älter ist, Gauben schenken, nicht aber den Griechen, die aus ihm als Quelle, ohne ihn zu nennen 1, seine Lehren geschöpft haben 2. (2) [Denn in ihrem maßlosen Vorwitz haben viele griechische Sophisten das, was sie aus den Büchern Mosis und seiner Anhänger gelernt hatten, auch noch falsch zu münzen gesucht, zunächst um glauben zu machen, als sagten sie etwas Originelles, sodann aber, um alles das, was sie nicht verstanden hatten, mit der Tünche ihres Redeschwalls zu überstreichen und so die Wahrheit zum Ammenmärchen zu verfälschen. (3) Darum werde ich über die Geschichte unserer Religion und ihrer Vorschriften und darüber, [S. 255] was in dieser Beziehung griechische Gelehrte geäußert haben, und wieviele und welche es waren, in meiner Schrift „An die Lehrer der Theologie“ 3 Aufklärung geben.]

1: * Das bedeutet οὐ κατ’ ἐπίγνωσιν, nicht „ohne rechte Einsicht“ (Harnack) oder „ sans comprendre ses doctrines“ Puech).
2: Die Behauptung, daß die Griechen aus Moses geschöpft hätten, ist zuerst von alexandrinischen Juden aufgestellt worden, vgl. Anm. zu Kap. I 1.
3: Die Übersetzung des Titels ist unsicher; vgl. Puech, Recherches S. 87 f.

 

 

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Einleitung zu Tatians Rede an die Bekenner des Griechentums
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger