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Augustinus (354-430) - Bekenntnisse (Confessiones)
Zwölftes Buch

9. Warum wird die Erschaffung von Himmel und Erde in den "Anfang" verlegt und dabei keines bestimmten Tages Erwähnung getan?

Deshalb schweigt auch der Geist, der Lehrer deines Dieners, da er berichtet, du habest im Anfange Himmel und Erde geschaffen, von den Zeiten, er schweigt von Tagen. Denn es ist ja jener Himmel des Himmels, den du im Anfange geschaffen, irgendeine geistige Schöpfung, freilich keineswegs gleichewig mit dir, dem Dreieinen, wenn er auch an deiner Ewigkeit teilnimmt. Doch ihre Wandelbarkeit beschränkt gar sehr die Süßigkeit deiner überseligen Anschauung und, seit ihrer Schöpfung verrückt dir anhangend, ist sie erhaben über all flüchtigen Wechsel der Zeiten. Jedoch auch jene gestaltlose Masse, die "gestaltlose und leere Erde", wird ohne Angabe eines Tages aufgezählt. Denn wo keine Gestalt, da ist auch keine Ordnung; nichts kommt, und nichts vergeht, und wo dies nicht geschieht, gibt es natürlich weder Tage noch einen Wechsel der Zeiträume.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger