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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Viertes Buch
33. Kapitel: Der Herr wird alle Häretiker richten. — Die Kirche allein ist vom Hl. Geiste geleitet. — Messianische Weissagungen

3.

Richten wird er aber auch die Valentinianer, die mit der Zunge zwar einen Gott Vater bekennen, aus dem alles ist, den aber, der alles gemacht hat, als die Frucht eines Fehltritts oder einer Irrung hinstellen, und ähnlich einen Herrn Jesus Christus als Sohn Gottes mit der Zunge bekennen, in ihrem Innern aber eine besondere Emanation dem Eingeborenen, eine besondere dem Worte und wieder eine andere Christo und eine andere dem Erlöser zuschreiben, sodaß nach ihnen dies alles zwar ein Begriff ist, jeder von ihnen aber besonders verstanden werden und seine eigene Emanation gemäß seiner ehelichen Zugehörigkeit haben muß. Es ist also klar, nur ihre Zungen neigen sich zur Einheit, ihr Sinnen und Denken aber hat sich von der Einheit abgewandt, weil sie die „Tiefe“ erforschen wollten, und verfällt dem vielgestaltigen Gerichte Gottes, da sie über ihre Erfindungen von Christus examiniert werden, der, wie sie behaupten, erst nach dem Pleroma geboren wurde und nach der Schwächung oder dem Fehltritt hervortrat, und dem sie selbst wegen der bei der Sophia eingetretenen Leidenschaft ans Licht geholfen haben wollen. Doch ihr eigener Prophet Homer wird sie verklagen, aus dessen Unterricht sie solche Lehren erfunden haben, indem er spricht:

Feind nämlich ist mir der, gleich wie die Pforten des Hades,

Der, was er denkt, verbirgt, und anderes wiederum redet1 .

Doch auch das Geschwätz der bösen Gnostiker wird er richten und dartun, daß sie die Schüler des Zauberers Simon sind.

1: Ilias IX, 312 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger