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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Viertes Buch

32. Kapitel: Bedeutung des Alten Testamentes für die religiöse Erziehung des Menschen

1.

In dieser Weise sprach auch der alte Apostelschüler über die beiden Testamente und zeigte, daß sie von ein und demselben Gott stammen. Keinen anderen Gott gebe es außer dem, der uns geschaffen und gebildet hat, noch könne die Lehre derer bestehen, die da sagen, von einem Engel oder von irgend welcher Kraft oder von einem anderen Gott sei diese gegenwärtige Welt erschaffen worden. Sobald nämlich nur einmal einer von dem Schöpfer aller Dinge sich entfernt und annimmt, daß von irgend einem andern oder durch einen anderen die gegenwärtige Welt erschaffen sei, so muß er in viele Ungereimtheiten und sehr viele Widersprüche verfallen, für die er keinen Grund angeben kann, weder einen wahrscheinlichen noch einen wahren. Und deswegen verbergen die, welche andere Lehren einführen vor uns ihre eigenen Vorstellungen von Gott, da sie die unhaltbare Nichtigkeit ihrer Lehre kennen und fürchten, sie möchten besiegt werden und Gefahr laufen, gerettet zu werden. Wenn aber jemand an einen Gott glaubt, der durch sein Wort alles gemacht hat, wie Moses sagt: „Es sprach Gott: Es werde Licht! und es ward Licht“1 , und wie wir in dem Evangelium lesen: „Alles ist durch ihn gemacht worden, und ohne ihn ist nichts gemacht worden“2 , und wie der Apostel Paulus ähnlich sagt: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater, der da ist über alles und in uns allen“3 , so wird dieser zunächst „festhalten das Haupt, aus dem der ganze Körper zusammengefügt und verknüpft ist und durch jegliches Band des Wechseldienstes nach dem Maße eines jeden Teiles das Wachstum des Leibes vollzieht zu seiner Erbauung in der Liebe“4 . Und alsdann wird ihm die ganze Lehre feststehen, wenn er auch die Schriften sorgfältig bei den Priestern der Kirche liest, bei denen, wie wir gezeigt haben, die apostolische Lehre ist.

1: Gen. l,3
2: Joh. 1,3
3: Eph. 4,5 f.
4: Ebd. 4,16; Kol. 2,19

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger