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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Viertes Buch
18. Kapitel: Nur das reine Opfer der Kirche ist Gott wohlgefällig

4.

Weil also die Kirche in Einfalt opfert, so wird ihre Gabe mit Recht von Gott als reines Opfer angesehen. So sagt auch Paulus zu den Philippern: „Ich bin angefüllt, nachdem ich von Epaphroditus empfangen habe, was ihr mir schicktet, einen lieblichen Geruch, ein angenehmes und wohlgefälliges Opfer für Gott“1 . Denn es geziemt sich, daß wir Gott Opfer darbringen und in allen Stücken gegen Gott, unsern Schöpfer, als dankbar erfunden werden, in reiner Absicht und aufrichtigem Glauben, in fester Hoffnung, in glühender Liebe die Erstlinge seiner Geschöpfe ihm darbringend. Und dieses reine Opfer bringt allein die Kirche dem Schöpfer dar, indem sie ihm unter Danksagung aus seinen Geschöpfen opfert. Das tun die Juden nicht, denn ihre Hände sind voll von Blut, weil sie das Wort nicht aufnahmen, das Gott geopfert wird. Und ebensowenig die Versammlungen der Häretiker. Denn die einen nennen den Schöpfer einen anderen als den Vater und stellen diesen also, indem sie ihm Gaben aus unserer Schöpfung darbringen, als einen solchen dar, der nach Fremdem verlangt und nach Fremdem begierig ist. Die anderen aber, die da sagen, daß diese unsere Schöpfung aus dem Fehltritt, der Unwissenheit und Leidenschaft entstanden sei, sündigen gegen ihren Vater, indem sie ihm die Früchte der Unwissenheit, Leidenschaft und des Fehltrittes darbringen und fügen ihm mehr Schmach zu, als sie ihm Dank sagen. Natürlich ist ihnen auch das Brot, über dem Dank gesagt worden ist, nicht der Leib ihres Herrn, noch der Kelch in seinem Blute, wenn sie ihn nicht als den Sohn des Weltenschöpfers betrachten, d. h. als sein Wort, durch welches das Holz Frucht bringt und die Quellen fließen und die Erde zuerst den Halm, dann die Ähren und zuletzt den vollen Weizen in der Ähre hervorbringt.

1: Phil. 4,13

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger