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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Drittes Buch

19. Kapitel: Jesus Christus im eigentlichsten Sinne Sohn Gottes

1.

Ebenso verharren auch die in der Knechtschaft des alten Ungehorsams und sterben, die da sagen, er stamme als bloßer Mensch von Joseph ab. Da sie mit dem Worte Gottes des Vaters noch nicht vereint sind, empfangen sie durch den Sohn auch nicht die Freiheit, wie er selbst sagt: „Wenn der Sohn euch wird aus der Knechtschaft befreit haben, werdet ihr wahrhaft frei sein“1 . Kennen sie nicht den Emmanuel aus der Jungfrau, so berauben sie sich seines Geschenkes, welches das ewige Leben ist, und empfangen nicht das Wort der Unverweslichkeit, sondern verharren in dem sterblichen Fleische und sind Schuldner des Todes, weil sie die Arznei des Lebens nicht nehmen. Zu ihnen spricht das Wort, indem es auf sein Gnadengeschenk hinweist: „Ich habe gesagt, Götter seid ihr und Söhne des Allerhöchsten alle; ihr aber werdet wie Menschen sterben“2 . So spricht er zweifellos zu denen, die das Geschenk der Kindschaft nicht annehmen, sondern die Fleischwerdung der reinen Erzeugung des göttlichen Wortes verachten, indem sie den Menschen um die Erhebung zu Gott betrügen und undankbar gegen das Wort Gottes werden, das um ihretwillen Fleisch geworden ist. Dazu nämlich ist das Wort Gottes Mensch geworden und der Sohn Gottes zum Menschensohne, damit der Mensch das Wort in sich aufnehme und, an Kindesstatt angenommen, zum Sohn Gottes werde. Denn anders konnten wir nicht die Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit empfangen, als indem wir mit der Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit vereint würden. Wie hätten wir aber mit der Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit vereint werden können, wenn nicht die Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit vorher das geworden wäre, was wir sind, damit das Vergängliche von dem Unvergänglichen und das Sterbliche von dem Unsterblichen verschlungen werde3 und wir die Annahme an Kindesstatt empfingen?

1: Joh. 8,36
2: Ps. 81,6 f.
3: Vgl. 1 Kor. 15,53

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger