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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Drittes Buch
18. Kapitel: Kein anderer als das Wort Gottes starb am Kreuze

3.

Wer ist es aber, der uns von den Speisen mitgeteilt hat? Der von ihnen erdichtete obere Christus, der sich über den Horos, d. i. Grenze, ausdehnte und ihre Mutter bildete, oder vielmehr der aus der Jungfrau geborene Emmanuel, der Butter und Honig nicht aß1 und von dem der Prophet sagt: „Ein Mensch ist es, und wer wird ihn erkennen?“2 Derselbe wurde von Paulus mit den Worten verkündet: „Ich habe euch nämlich vor allem überliefert, daß Christus gestorben ist für unsere Sünden gemäß den Schriften, und daß er begraben ist und auferstanden ist am dritten Tage gemäß den: Schriften“3 . Es ist also offenbar, daß Paulus einen andern Christus nicht kennt als den allein, der gelitten hat, begraben worden ist und auferstanden ist, der auch geboren wurde, und den er Mensch genannt hat. Denn als er sagte: „So aber Christus verkündet wird, daß er von den Toten auferstanden ist“4 , fügt er als Grund für seine Menschwerdung bei: „Denn durch einen Menschen ist der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung von den Toten“5 . Und überall, wenn er von dem Leiden des Herrn oder seiner Menschheit und seinem Tode redet, gebraucht er den Namen Christus, wie z. B.: „Verdirb nicht durch deine Speise jenen, für den Christus gestorben ist“6 . Und wiederum: „Jetzt aber in Christus seid ihr, die ihr einst ferne waret, die nächsten geworden in dem Blute Christi“7 . Und wiederum: „Christus hat uns erlöst von dem Fluche des Gesetzes, indem er für uns zum Fluche wurde, wie geschrieben steht: Verflucht ein jeder, der am Holze hängt“8 . Und wiederum: „Und umkommen wird der Schwache an deinem Wissen, dein Bruder, für den Christus gestorben ist“9 . Damit zeigt er an, daß nicht ein leidensunfähiger Christus auf Jesus hinabgestiegen ist, sondern daß gerade ein und derselbe Jesus Christus für uns gelitten hat, begraben wurde und auferstand, zu den Toten hinabstieg und auffuhr als der Sohn Gottes, der zum Menschensohn geworden ist, wie auch sein Name anzeigt. Denn der Name Christus bedeutet den, der salbt, und der gesalbt worden ist, und die Salbung selbst, in der er gesalbt wurde. Es salbte aber der Vater, gesalbt wurde der Sohn in dem Geiste, der die Salbung ist, gemäß dem Worte des Isaias, der da spricht: „Der Geist des Herrn ist über mir, deswegen hat er mich gesalbt“10 . Damit weist er hin auf den Vater, der salbt, den Sohn, der gesalbt wurde und den Geist, welcher die Salbung ist.

1: Jes. 7,14 f.
2: Jer. 17,9
3: 1 Kor. 15,3 f.
4: Ebd. 15,12
5: 1 Kor. 15,21
6: Röm. 14,15
7: Eph. 2,18
8: Gal. 3,13
9: 1 Kor. 8,11
10: Jes. 61,1

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger