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Irenäus († um 200) - Gegen die Häresien (Contra Haereses)
Zweites Buch
1. Kapitel: Gott, der einzige Gott

2.

Wie könnte über ihm ein andres Pleroma, oder ein andrer Anfang, eine andre Macht, ein andrer Gott sein, da doch Gott als die Fülle all dieser Dinge in seiner Unendlichkeit sie alle umfassen muß und von niemand umfaßt werden kann! Sollte aber etwas außer ihm sein, dann ist er nicht mehr die Fülle aller Dinge, noch umfaßt er alles. Dem Pleroma oder dem über alles erhabenen Gott wird nämlich das fehlen, was außer ihm sein soll. Wenn aber etwas fehlt oder jemandem genommen ist, dann ist dies schon nicht mehr das Pleroma oder die Fülle. Auch eine Grenze, Mitte und Ende wird es an denen haben, die außer ihm sind. Wenn es aber dort aufhört, wo etwas unter ihm ist, dann wird es dort anfangen, wo etwas über ihm ist. Ebenso müßte er auch von den übrigen Seiten notwendigerweise dasselbe erleiden und von dem, was außer ihm ist, umklammert, begrenzt und eingeschlossen werden; denn das, was nach unten begrenzt, die Grenze bildet, umschließt und umgibt den, der begrenzt wird. Ebenso ist wiederum nach ihnen der Allvater, den sie auch den Vorseienden und Voranfang nennen, samt ihrem Pleroma und der gute Gott des Markion in irgend etwas enthalten und eingeschlossen und von außen von irgend einer Macht umgeben, die notwendigerweise größer ist als er. Was nämlich umschließt, ist größer als das Umschlossene; was aber größer ist, ist auch als Herr stärker und mächtiger; was aber größer und stärker und mächtiger ist, das muß Gott sein.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger