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Ambrosius von Mailand (340-397) - Exameron
Der fünfte Tag. Siebte und achte Homilie. (Gen 1,20-23)
X. Kapitel. Die Fische haben und behalten, nach Gattungen ausgesondert, ihre bestimmten Standorte: des Menschen Hab und Genußsucht kennt keine Grenzen. Der Wanderzug einiger Fischarten nach dem Pontus und deren Rückkehr gemäß dem göttlichen Naturgesetz. Die wunderbare Kraft sowie die große Gefährlichkeit einiger Fischgattungen.

27.

Wir entgegen huldigen ganz anderer Auffassung. Wir vertauschen das Vaterhaus mit der Fremde, sind seiner Bewohner satt, haschen nach der Gunst der Ausländer, rücken die unvordenklichen Grenzmarken, die unsere Väter absteckten, hinaus, "fügen Acker an Acker, Haus an Haus". Das Festland reichte dem Menschen nicht mehr aus, auch die Meere werden überbaut, umgekehrt das Festland nach eines jeden Belieben eingeschnitten und das Meer dahin abgeleitet, um Inseln zu bilden, den Besitz auf das Meer auszudehnen. Man maßt sich über weite Meeresstrecken ein förmliches Eigentumsrechts an und rühmt sich,es seien einem die Fische rechtlich wie hausgeborenes Gesinde leibeigen unterworfen. Diese Meeresbucht, prahlt man, gehört mir, jene dem Nachbar. Es teilen sich die Vermöglichen in den Besitz der Elemente. Ihnen gehören die Austern, die in den Gewässern gezüchtet werden, ihnen der Fisch, der im Behälter aufbewahrt wird. Ihrer Völlerei genügte das Meer nicht einmal, besäßen sie dazu nicht aufgespeicherte Vorräte an Austern. Daher benennen sie dieselben nach Jahrgängen. Und sie bauen Fischteiche, [fürchtend] es möchte das Meer den vollen Bedarf für das Mahl eines Prassers nicht liefern. Und der Nachbar! Wie klingt ihnen sein Name im Ohr! Wie schielt ihr Auge nach seinem Besitz! Wie sinnen sie Tag und Nacht, um nur etwas vom Nächsten zu ergattern! "Wollt ihr denn allein auf der Erde wohnen?" ruft der Prophet aus. Der Herr weiß dies und bewahrt es auf zur Bestrafung.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger