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Ambrosius von Mailand (340-397) - Exameron
Der vierte Tag. Sechste Homilie. (Gen 1,14-19)

IX. Kapitel. Der 'Vierte' heidnischem Aberglauben ein ominöser Tag, der physischen Welt der Spender neuen Lichtes, der christlichen Welt der Tag des Heils (14. Nisan). Predigtschluß.

34.

Einen schönen Verlauf, wie ich glaube, vernahm der vierte Tag. Wie kann also 'der Vierte' gar manchem, wie es so häufig vorkommt, als verrufen und ein Beginnen an diesem Datum für nachteilig gelten, an welchem doch die ganze Welt im Glanze neuen Lichtes erstrahlte? Oder nahm etwa die Sonne unter ungünstigen Zeichen ihren Anfang? Wie kann sie dann, die ihren eigenen Geburtstag nicht [glücklich] zu wählen verstand, einem anderen Gutes anzeigen? Oder wie will man auf ihre Zeichen etwas geben, wenn man auf ihren Ursprung nichts gibt? Was sollen wir ferner vom Monde sagen, der ebenfalls am vierten Tage seinen Anfang nahm und mit dem vierzehnten [Nisan] den Tag des Heils anzeigt? Oder gefällt das Datum nicht, an dem die Feier des Geheimnisses unserer Erlösung einfällt? Deshalb suchen die Dämonen diesen Vierten in Verruf zu bringen, weil an ihm ihre Bosheit zunichte wurde. Darum soll man nach der Behauptung der Heiden nichts an ihm beginnen, weil sie wissen, daß damals zum ersten Mal ihre Zauberkünste mehr und mehr verlassen wurden und die heidnischen Volksmassen zur Kirche übertraten. Der vierte Monatstag wie sie glauben, bedeutet, wenn er klar und die Sicht dunstfrei ist, für die folgenden Tage bis zum Schluß des Monats heiteres Wetter. Daß die beginnende Heiterkeit bereits mit seinen Anfängen zusammenfällt, das wollen sie nicht.

Doch laßt uns jetzt Obacht geben, daß uns nicht etwa während des Vortrages der vierte Tag untergehe! Denn schon fallen ziemlich lange Schatten von den Bergen, das Licht nimmt ab, die Dunkelheit zu.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger