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Athanasius (295-373) - Unseres heiligen Vaters Athanasius, Erzbischofes von Alexandrien, Brief an den Dracontius (Epistula ad Dracontium)

10.

Höre also diejenigen nicht, welche dir diesem Entgegengesetztes rathen, sondern eile vielmehr, und zögere nicht; vorzüglich da die heilige Feier nahe ist, damit nicht in deiner Abwesenheit das Volk dieses Fest begehe, und du dir selbst eine große Gefahr zuziehest. Denn wer wird, wenn du nicht zugegen bist, ihnen das Osterfest verkünden? Wer wird ihnen, wenn du dich verbirgst, den Tag der Auferstehung ankündigen? Wer wird, wenn du die Flucht ergreifest, sie ermahnen, das Fest geziemend zu begehen? O wie Viele werden Nutzen ziehen aus deiner Ankunft! O wie Viele werden Schaden leiden durch deine Flucht! Und wer wird dir bei einem solchen Verfahren Beifall geben? Warum rathen sie dir, die bischöfliche Würde nicht anzunehmen, da sie doch selbst Priester haben wollen? Denn bist du nichtswürdig, so sollen sie mit dir keinen Umgang haben; erkennen sie dich aber als tauglich, so sollen sie Andere nicht beneiden. Denn wenn nach ihrer Meinung das Lehren und das Vorstehen ein Anlaß zur Sünde ist, so sollen sie sich [S. 299] selbst nicht lehren lassen, und keine Priester haben, damit nicht sie selbst und ihre Lehrer schlimmer werden. Allein du achte nicht auf dieses menschliche Gerede, und höre diese Rathgeber nicht an, wie ich schon oft gesagt habe; sondern eile vielmehr, und kehre zu dem Herrn zurück, damit du, während du für seine Schafe Sorge trägst, auch unser gedenkest. Deßwegen habe ich unsern Geliebten, dem Priester Hierax und dem Vorleser Maximus, den Auftrag gegeben, zu dir zu gehen, um dich mündlich zu ermahnen, damit du daraus erkennen kannst, mit welcher Gesinnung ich dieses geschrieben habe, und wie gefährlich es sey, der kirchlichen Ordination sich zu widersetzen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger