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Athanasius (295-373) - Unseres heiligen Vaters Athanasius, Erzbischofes von Alexandrien, Brief an den Dracontius (Epistula ad Dracontium)

3.

Ich beschwöre dich, schone deiner und unser; deiner nämlich, damit du nicht in Gefahr gerathest; unser aber, damit wir uns wegen deiner nicht betrüben dürfen. Trage Sorge für die Kirche, damit nicht deinetwegen Viele von den Kleinen Schaden leiden, und damit nicht Andere davon Anlaß nehmen sich zurückzuziehen. Hast du es aber aus Furcht vor den Zeitumständen und aus Schüchternheit gethan; so zeigt dieses keine männliche Denkweise an; denn du hättest deinen Eifer für Christum in solchen Bedrängnissen an den Tag legen, und gerade bei diesen Umständen mit Vertrauen folgende Worte des seligen Paulus aussprechen sollen:1 „Bei allem dem überwinden wir;“ vorzüglich, weil wir nicht der Zeit, sondern dem Herrn dienen [S. 291] müssen. Gefällt dir aber die Einrichtung der Kirchen nicht, und meinst du, die mit der Würde eines Bischofes verbundene Dienstleistung erhalte keinen Lohn; sondern bist du so weit gegangen, daß du den Heiland, welcher dieses angeordnet hat, verachtest; so beschwöre ich dich, denke nichts dergleichen, und gib Leuten, welche einen solchen Rath ertheilen, kein Gehör; dieses ist ja eines Dracontius unwürdig. Denn was der Herr durch die Apostel angeordnet hat, das bleibt gut und fest; die Feigherzigkeit der Brüder aber wird ein Ende nehmen.

1: Röm. VIII, 37.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger