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Athanasius (295-373) - Vertheidigung der Lehre des heiligen Dionysius von Alexandrien. (De sententia Dionysii)

7.

Beschuldigen sie aber den Mann seligen Andenkens bloß deßwegen, weil er so geschrieben hat, (denn die Beweise, welche die Arianer von ihm entlehnen, sind wahrhaft Beschuldigungen gegen ihn,) was werden sie dann thun, wenn sie die großen und seligen Apostel in der Apostelgeschichte reden, und zwar den Petrus Folgendes sagen hören:1 „Ihr Männer von Israel, höret diese Worte! Ihr habt Jesum von Nazareth, einen Mann, dem Gott selbst vor euern Augen Zeugniß gab durch mächtige Thaten und Wunder und Zeichen, welche Gott durch ihn wirkte in euerer Mitte, wie ihr selbst wisset; diesen, der nach dem bestimmten Rathschlusse und der Vorsehung Gottes hingegeben ward, diesen habt ihr durch die Hände der Gottlosen an das Kreuz geheftet und getödtet“ Und wiederum:2 „Durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuziget, welchen aber Gott von den Todten auferweckt hat, durch dessen Namen steht dieser gesund vor euch [S. 263] da.“ Was werden sie thun, wenn sie den Paulus zu Antiochia in Pisidien Folgendes erzählen hören:3 „Nachdem Gott den Saul verworfen hatte, erweckte er ihnen David zum Könige, dem er auch Zeugniß gab, indem er sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn des Jesse, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen thun wird4. Aus dessen Geschlechte ließ nun Gott, nach der Verheißung, für Israel den Heiland Jesus herkommen5.“ Und fernerhin zu Athen:6 „Zwar hat Gott über die Zeiten dieser Unwissenheit hinweggesehen; jetzt aber läßt er den Menschen verkünden, daß sie alle allenthalben Buße thun sollten. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt und Allen glaubwürdig gemacht hat, indem er ihn von den Todten auferweckte.“ Oder den großen Martyrer Stephanus, wann er sagt:7 „Sieh! ich sehe die Himmel aufgethan, und den Menschen-Sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Es bleibt ihnen nun noch übrig, daß sie sich erfrechen und sagen, (denn es gibt nichts, was sie nicht wagen würden,) auch die Apostel seyen arianisch gesinnt gewesen; denn sie verkündeten Christum als einen Menschen von Nazareth und als leidenfähig.

1: Ap. G. II, 22, 23.
2: Ap. G. IV, 10.
3: Ap. G. XIII, 22, 23.
4: 1. König. XVI, 12, 13 [= 1. Sam.].
5: 2. König. VII, 12 [= 2. Sam.]; Isai. XI, 1; Luk. I, 27.
6: Ap. G. XVII, 30, 31.
7: Ap. G. VII, 55.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger