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Athanasius (295-373) - Vertheidigung der Lehre des heiligen Dionysius von Alexandrien. (De sententia Dionysii)

15.

„Es gab nie eine Zeit, wo Gott nicht Vater war.“ Und im folgenden bekennt er, „Christus, welcher das Wort ist, und die Weisheit und die Kraft, sey allezeit gewesen. Denn Gott hat nicht, als wäre er zuvor ohne dieselben gewesen, nachher den Sohn gezeugt. Aber auch der Sohn hat nicht von sich selbst, sondern von dem Vater das Seyn.“ Und kurz darauf sagt er abermals über denselben Gegenstand: „Da er der Abglanz des ewigen Lichtes ist, so ist er auch selbst durchaus ewig. Denn da das Licht allezeit ist, so ist es offenbar, daß auch der Abglanz allezeit ist; denn gerade daraus, daß es einen Glanz hat, erkennt man, daß es Licht ist; und das Licht kann nicht umhin, zu leuchten. Denn lasset uns wieder zu Beispielen kommen. Wenn die Sonne da ist, so ist auch Glanz und ist auch Tag da; ist aber keines von diesen Dingen da, so ist nichts weniger da, als die Sonne. Wenn nun die Sonne ewig wäre, so würde auch der Tag nie aufhören. Nun aber [S. 273] (denn es ist dieses nicht der Fall) beginnt mit dem Aufgange der Sonne auch der Tag, und er endet, wenn sie untergeht. Gott aber ist das ewige Licht, welches nie angefangen hat und nie enden wird. Demnach leuchtet und besteht zugleich mit ihm der ewige Glanz, welcher ohne Anfang ist, und von Ewigkeit gezeugt vor ihm her leuchtet, und welcher die Weisheit selbst ist, die da spricht:1 „Ich war es, an der er seine Freude hatte, und ich erlustigte mich Tag für Tag vor seinem Angesichte zu jeder Zeit.“ Und kurz hierauf fügt er über eben denselben Folgendes bei: „Da also der Vater ewig ist, so ist auch der Sohn ewig, welcher Licht aus dem Lichte ist. Denn wenn ein Erzeuger da ist, so ist auch ein Sohn da; ist aber kein Sohn da, wie kann dann ein Erzeuger und wessen Erzeuger kann da seyn? Allein es sind beide, und sie sind immer.“ Hierauf fügt er weiterhin Folgendes bei: „Da also Gott das Licht ist, so ist Christus der Abglanz; da er aber auch ein Geist ist; denn Gott ist ein Geist, sagt er2; so wird Christus folgerichtig auch Hauch genannt;3 „denn sie (die Weisheit) ist,“ heißt es, „der Hauch der Kraft Gottes.“ Und dann sagt er wieder: „Der Sohn allein aber, welcher mit dem Vater immer ist, und von dem, welcher ist, erfüllt ist, dieser ist auch aus dem Vater.“

1: Sprüch. VIII, 30.
2: Joh. IV, 24.
3: Weish. VII, 25.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger