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Athanasius (295-373) - Vertheidigung der Lehre des heiligen Dionysius von Alexandrien. (De sententia Dionysii)

14.

[S. 271] Und es genügte zwar zur gänzlichen Widerlegung der Arianer und zur Erweisung ihrer Verleumdung, daß sich Dionysius über das, was diese verbreiten, gerechtfertiget hat; denn er hat nicht aus Streitsucht, sondern um sich wegen des Verdachtes zu rechtfertigen, entgegen geschrieben; da er aber sich hinsichtlich der Beschuldigung vertheidiget, was thut er da anders, als daß er jede Verdacht erregende Beschuldigung gegen ihn aufhebt, und beweist, daß die Arianer auch hierin Verleumder sind? Damit aber aus seiner Vertheidigungsschrift diese noch mehr beschämt werden, so will ich dir, wohlan, seine Worte vorlegen; denn du wirst aus denselben ersehen, daß die Arianer schlecht denken, Dionysius aber von ihrer irrigen Ansicht fern ist. Und fürs Erste nun betitelte er seinen Brief, „Widerlegung und Rechtfertigung.“ Was heißt aber dieses anders, als daß er seine Verleumder widerlegt, und sein Schreiben vertheidiget, indem er zeigt, daß er nicht in dem Sinne, wie Arius vermuthete, geschrieben, sondern daß er, obwohl er dasjenige, was über den Herrn hinsichtlich der Menschheit gesagt ist, erwähnte, dennoch gar wohl gewußt habe, daß dieser das Wort und die von dem Vater unzertrennliche Weisheit sey? Er beklagt sich ferner, daß seine Ankläger seine Sätze nicht ganz, sondern verstümmelt vorbringen, und nicht mit gutem Gewissen, sondern nach ihrer bösen Neigung sprechen; und er vergleicht diese mit den Verleumdern der Briefe des seligen Apostels. Dieser sein Tadel spricht ihn aber von jedem schlimmen Verdachte frei. Denn stellt er des Paulus Verleumder seinen Verleumdern gleich, so will er dadurch nichts anders sagen, als daß er, gleicher Meinung mit Paulus, so geschrieben habe. Wenigstens erwiedert er auf alles, was von den Anklägern gesagt worden ist, und entkräftet dadurch alle ihre Beweise; und da er in seinem vorigen Schreiben den Sabellius gänzlich widerlegt hat, legt er in diesem letztern seinen frommen Glauben [S. 272] vollständig vor. Da nun jene behaupten, die Meinung des Dionysius sey: Gott ist nicht immer Vater gewesen; der Sohn war nicht immer; sondern Gott war einmal ohne das Wort, der Sohn selbst aber war nicht, ehe er gezeugt wurde; sondern es gab eine Zeit, wo er nicht war; denn er ist nicht ewig, sondern hat erst später zu seyn angefangen: so sieh, wie er hierauf antwortet. Die meisten seiner Worte aber, mit welchen er die Sache entweder forschend untersucht, oder in Vernunftschlüssen zusammenstellt, oder seine Gegner fragt und widerlegt, oder seine Verleumder beschuldiget, habe ich wegen der Weitläufigkeit der Abhandlungen übergangen, und will nur diejenigen anführen, welche gegen ihre Anklage nothwendig sind. Er hat also, um sich zu rechtfertigen, im ersten Buche, unter dem Titel „Widerlegung und Rechtfertigung“ nach Anderm Folgendes geschrieben.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger