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Athanasius (295-373) - Vertheidigung der Lehre des heiligen Dionysius von Alexandrien. (De sententia Dionysii)

13.

[S. 270] Die Ursache nun, aus welcher er die übrigen Briefe schrieb, ist folgende. Als nämlich der Bischof Dionysius, nachdem er die Ereignisse in Pentapolis vernommen, aus Religionseifer den Brief, wie ich bereits erwähnt habe, gegen die Ketzerei des Sabellius an den Ammonius und den Euphranor geschrieben hatte, begaben sich einige Brüder aus der Kirche, welche zwar richtig dachten, ihn aber nicht fragten, warum er so geschrieben habe, nach Rom, und klagten ihn bei dem römischen Bischofe, welcher gleichfalls Dionysius hieß, an. Sobald jener dieses erfuhr, schrieb er zugleich sowohl gegen die Anhänger des Sabellius, als auch gegen diejenigen, welche dieselben Ansichten hatten, wegen deren Behauptung Arius aus der Kirche ausgeschlossen wurde, und behauptete, daß die Gottlosigkeit des Sabellius der Gottlosigkeit derjenigen, welche sagen, das Wort Gottes sey ein Geschöpf, etwas Gemachtes und etwas Entstandenes, gleich sey, obschon sie derselben schnurstracks entgegengesetzt sey. Er schrieb aber auch an den Dionysius, um ihm anzuzeigen, weßwegen sie ihn angeklagt hätten. Und dieser schrieb sogleich entgegen, und betitelte die Schriften „Widerlegung und Rechtfertigung.“ Hieraus magst du das abscheuliche Ränkeschmieden der Feinde Christi, und wie sie sich selbst dadurch Schande zugezogen haben, ersehen; denn da der römische Bischof Dionysius auch gegen jene geschrieben hat, welche sagen, der Sohn Gottes sey ein Geschöpf und etwas Gemachtes, so ist es erwiesen, daß nicht erst jetzt, sondern schon seit langer Zeit die Ketzerei der Arianer, dieser Christusfeinde, von Allen verflucht wurde. Da ferner Dionysius, Bischof von Alexandrien, sich hinsichtlich seines Briefes gerechtfertiget hat, so erhellet, daß er weder die Meinung gehabt, welche sie ihm aufbürden, noch überhaupt die verkehrte Lehre des Arius getheilt hat.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger