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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

9.

Da nun die Eusebianer sahen, daß ihre Ketzerei an Macht verliere, schrieben sie nach Rom, schrieben sie auch an die Könige Constantinus und Constans gegen den Athanasius. Als aber die Abgeordneten des Athanasius die in ihren Schreiben enthaltene Unwahrheit nachwiesen, wurden jene von den Königen mit Schande abgewiesen. Der römische Bischof Julius aber schrieb, es müsse eine Synode versammelt werden, wo wir wollten; auf daß jene ihre Beschuldigungen erweisen, sich aber hinsichtlich der ihnen gemachten Anklagen ohne Scheu rechtfertigen könnten. Denn um dieses hatten auch die von ihnen gesandten Priester, da sie sich überwiesen sahen, gebeten. Nachdem nun dieses geschehen war, begaben sich jene, die in Allem mißtrauisch waren, weil sie sahen, daß sie bei dem kirchlichen Gerichte unterliegen würden, zu dem Constantius allein, und weinten bei ihm, als dem Beschützer ihrer Sekte, indem sie sagten: „Erbarme dich der Sekte; du siehst, daß von uns Alle abgefallen sind; nur in geringer Anzahl sind wir noch übrig; beginne die Verfolgung, weil wir sonst auch von den Wenigen verlassen werden und keine Anhänger haben. Denn diejenigen, welche wir nach der Verbannung jener Bischöfe durch Gewalt auf unsere Seite gebracht hatten, haben diese nach ihrer Rückkehr beredet, wider uns gesinnt zu seyn. Laß also gegen Alle ein Schreiben ergehen, und übersende es dem Philagrius, welcher zum zweiten Male Präfekt von Aegypten ist; denn dieser kann auf geeignete Weise verfolgen, wovon er schon Proben abgelegt hat, besonders da er ein Abtrünniger ist. Schicke auch den Bischof Gregorius nach Alexandrien, denn auch dieser ist im Stande, unserer Sekte Ansehen zu verschaffen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger