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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

79.

Noch vieles könnte man zwar sagen gegen diese abscheuliche und Christo widerstreitende Ketzerei; noch viele Verbrechen des Constantius könnte man aufweisen, welche Vorboten des Antichristus sind; allein da, wie der Prophet sagt1, von den Füssen bis zum Kopfe nichts Vernünftiges an dieser Ketzerei ist, sondern da sie von allem Unrathe und aller Gottlosigkeit strotzt, so daß man sie schon bei dem blossen Hören fliehen muß, wie den Auswurf eines Hundes und wie das Gift der Drachen; da ferner Costyllius offenbar das Bild des Widersachers an sich trägt, so möge, damit ich nicht zu weitschweifig werde, die göttliche Schrift uns genügen, und wir alle wollen ihr gehorchen, indem sie nicht nur über die andern Ketzereien, sondern vorzüglich über diese die Vorschrift gibt;2 „Zurück! Zurück! Hinaus von da! Rühret nichts Unreines an! Gehet aus ihrer Mitte hinweg und sondert euch ab, die ihr die Gefässe des Herrn traget.“ Denn dieses genügt Allen zur Belehrung, damit, wenn Jemand von ihnen verführt worden ist, dieser gleichsam aus Sodoma ziehe und nicht mehr zu ihnen umkehre, damit ihm nicht etwa begegne, was dem Weibe des Lot widerfuhr. Ist aber Jemand von dieser gottlosen Ketzerei vom Anfange an rein geblieben, so mag er sich in Christo rühmen und sagen:3 „Wir haben unsere Hände zu keinem andern Gotte ausgestreckt;“ wir haben die Werke unserer Hände nicht angebetet, und kein Geschöpf verehrt anstatt deiner, o Gott, du Schöpfer aller Dinge, durch dein Wort, den eingebornen Sohn unsern Herrn Jesus Christus, durch welchen dir, Vater, und zugleich mit dem Worte in dem heiligen Geiste der Ruhm und die Macht sey von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Des Bischofes Athanasius Schrift an sämmtliche Einsiedler aller Orte über die von den Arianern unter Constantius verübten Frevel. Diese ganze Schrift ist von dem Bischofe gegen den Constantius verfaßt worden.4

1: Isai. l, 6.
2: Das. LII, 11.
3: Psalm XLIII, 21.
4: Diese Worte, welche gleichsam den Titel bilden, finden sich in allen Handschriften und Ausgaben, weil die Abschreiber den Titel am Schlusse der Abhandlung zu setzen pflegten.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger