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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

74.

Einen gewissen Auxentius aber, welcher mehr ein Freund des Streites als ein Christ ist, ließ er aus Kappadocien nach Mailand kommen, um diesen, nachdem er den Bischof Dionysius, einen frommen Mann, verbannt hatte, daselbst einzusetzen, einen Menschen, welcher nicht einmal der lateinischen Sprache, sondern nur der Gottlosigkeit kundig ist. Jetzt aber hieß er wieder einen gewissen Georgius, einen Menschen aus Kappadocien, welcher zu Constantinopel Proviantverwalter war, alles Geld gestohlen und deßhalb die Flucht ergriffen hatte, mit militärischem Gepränge und der Gewalt des Dux in Alexandrien einziehen. Dann fand er einen gewissen Neophyten Epictetus, einen verwegenen jungen Menschen, und nahm ihn unter seine Freunde auf, weil er ihn zu aller Schlechtigkeit bereit sah; mit dessen Hülfe stellt er nun allen Bischöfen nach, welchen er will; denn dieser Mensch ist bereit, Alles zu thun, was der König wünscht. Dieses Gehülfen also sich bedienend hat er zu Rom eine unerwartete That verübt, welche wirklich das Gepräge der Bosheit des Antichristus an sich trägt. Er richtete nämlich den Palast wie eine Kirche ein, ließ anstatt des Volkes drei seiner Verschnittenen erscheinen, und nöthigte dann drei schlechtgesittete Katascopen (Spione), denn Bischöfe darf man sie nicht nennen, einen gewissen Felix, welcher ihrer würdig war, als Bischof im Palaste zu ordiniren. Denn die Gläubigen, welche die gesetzwidrige Denkart der Ketzer kannten, gestatteten denselben nicht, in die Kirchen einzutreten, sondern wichen alle weit von ihnen zurück.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger