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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

64.

Und es ist nicht möglich, auf eine ihren schlechten Handlungen angemessene Weise zu sprechen, ausser nur so, wie es mir, während ich schreibe und ihre Gräuelthaten aufzählen will, eben einfällt; ob nicht die vierte Tochter des Blutigels, von welchem in den Sprüchen1 Meldung geschieht, diese Sekte ist, welche nach so vielen Ungerechtigkeiten und nach so vielen Mordthaten noch nicht gesagt hat: Es ist genug. Denn noch tobt sie, und noch geht sie umher, Menschen aufzusuchen, welche sie noch nicht kennt; diejenigen aber, welche sie schon früher mißhandelt hat, sucht sie abermals zu mißhandeln. Denn sieh! nach dem nächtlichen Ueberfalle, nach den daraus entstandenen Uebeln, nach der von Heraklius verübten Verfolgung hören sie noch nicht auf, bei dem Könige zu verleumden. Denn sie hoffen zuversichtlich, daß ihre Gottlosigkeit bei ihm Gehör findet, damit noch etwas mehr, als die Verbannung, verhängt werde, und dann diejenigen, welche ihren Gottlosigkeiten nicht gehorchen, getödtet werden. Denn so haben jetzt die verwegenen Menschen, nämlich der höchst lasterhafte Secundus von Pentapolis, und sein Mitverschworner Stephanus, weil sie wußten, daß sie, wenn sie auch Unrecht thun, ihre Ketzerei zur Vertheidigung haben, da sie den Priester in Barka, Sekundus mit Namen, ihnen nicht gehorchen sahen, diesen, der zwar gleichen Namen, aber nicht gleichen Glauben mit dem Ketzer hatte, mit den Füssen todt gestossen. Er ahmte, als er getödtet wurde, den Heiligen nach und sprach: Keiner räche mich bei den Richtern, ich habe den Herrn zum Rächer, wegen dessen ich auch dieses von ihnen erdulde. Jene erbarmten sich aber seiner nicht, da er so sprach, und hatten auch keine Scheu vor den Tagen; denn selbst in der Fasten stießen sie den Mann mit den Füssen und tödteten ihn.

1: Sprüch. XXX, 15.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger