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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

53.

So hat er, wie ich oben gesagt habe, die wirklichen Bischöfe, weil sie nicht, wie er wollte, gottlos waren, verbannt; so hat er jetzt auch gegen den Athanasius den Comes Heraklius geschickt, welcher die Befehle öffentlich vorlegte und die Aufträge des Königes bekannt machte, daß, wenn sie dem Schreiben nicht Folge leisteten, das Brod weggenommen, die Götzenbilder umgestürzt, und viele Staatsbeamte und Leute aus dem Volke schlechthin verhaftet werden sollten. Nach diesen Drohungen schämte er sich nicht öffentlich mit lauter Stimme auszurufen: Der König verabscheut den Athanasius und hat befohlen, den Arianem die Kirchen zu übergeben. Da Alle sich hierüber wunderten, einander winkten und sagten: Ist denn Constantius ein Ketzer geworden? hätte sich jener schämen sollen, er aber nöthigte vielmehr die Senatoren, die heidnischen Obrigkeiten und die Aufseher der Götzentempel, dieses zu unterschreiben und zu erklären, daß sie denjenigen als Bischof aufnehmen wollten, welchen der König schicken würde. Indem Constantius dieses thun ließ, hat er allerdings die kirchlichen Kanone beobachtet; denn anstatt der Kirche forderte er den Marktplatz, anstatt der Kirchengemeinden die Tempelaufseher zur Unterschrift auf; er wußte nämlich, daß er nicht den Christen einen Bischof, sondern denen, welche unterzeichneten, einen streitsüchtigen Menschen schicke.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger