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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

48.

Sie reizten also den König auf, und dieser schrieb zuerst, und schickte Drohungen an den Dux und die Soldaten. Ferner wurden Diogenius und Hilarius als Notare, und mit ihnen Palatine abgesendet. Und nun geschahen jene so argen und grausamen Dinge wider die Kirche, welche kurz vorher in wenigen Worten geschildert worden sind, und die Alle aus den Zeugnissen kennen, welche die Völker gegeben haben, und welche am Schlusse dieser Schrift beigefügr sind, und die ein Jeder lesen kann. Nach diesen Gräuelthaten des Syrian, nach den so großen Verbrechen und den Mißhandlungen der Jungfrauen ließ jener, solche Schandthaten und Vergehen billigend, abermals ein Schreiben an den Senat und an das Volk zu Alexandrien ergehen, in welchem er die jungen Leute aufreizte, damit sie entweder Alle mit einander vereint den Athanasius verfolgen, oder wissen möchten, daß sie seine Feinde würden. Aber dieser hatte sich, ehe noch diese Dinge hereinbrachen, seitdem Syrianus über die Kirche hergefallen war, entfernt, weil er wußte, daß geschrieben steht:1 „Verbirg dich auf eine kurze Weile, auf einen Augenblick, bis der Zorn vorüber ist.“ Der Ueberbringer dieser Schreiben aber war ein gewisser Heraklius, mit der Würde eines Comes, der Vorläufer eines gewissen Georgius, welcher von dem Könige als Spion2 gesandt wurde; denn der von ihm Geschickte war kein Bischof; dieses sey ferne! wie es auch die Vorfälle und das Vorspiel seines Einzuges beweisen.

1: Isai. XXVl, 20.
2: Kataskopoj; Athanasius spielt mit diesem Wort auf das Wort episkopoj an.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger