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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

46.

Wer wird, wenn er dieses sieht, oder auch nur hört, nicht von Staunen ergriffen, und nicht zum Herrn rufen mit den Worten:1 „Willst du denn Israel zur Vernichtung hingeben?“ Wer wird, wenn er dieses erwägt, nicht zur rechten Zeit zum Herrn aufrufen:2 „Dinge geschahen in diesem Lande, über welche man erstaunen und sich verwundern muß,“ und:3 „Es erstaunte der Himmel darüber, und die Erde entrüstete sich sehr.“ Die Väter der Völker und Lehrer des Glaubens werden weggenommen, und die Gottlosen in die Kirchen eingeführt. Wem wurde es, wenn er sah, wie der römische Bischof Liberius des Landes verwiesen wurde, und der Vater der Bischöfe, der große Hosius, so vieles erduldete, oder wem wurde es, da er sah, daß so viele Bischöfe aus Spanien und andern Gegenden verbannt wurden, wenn er auch nur ein wenig Verstand hatte, nicht einleuchtend, daß auch die Beschuldigungen gegen den Athanasius und die Andern erdichtet seyen, und daß Alles voll Verleumdung sey? Denn darum wollten auch jene gerne Alles erdulden, weil sie einsahen, daß die Nachstellung nur eine Folge der Verleumdung der Ketzer sey. Denn welches ist das Verbrechen des Liberius? Oder welches ist die Beschuldigung gegen den Greis Hosius? Wer hat gegen den Paulinus, den Lucifer, den Dionysius und den Eusebius auch nur eine unwahre Anklage vorgebracht ? Oder welches ist das Vergehen der übrigen verbannten Bischöfe, Priester und Diakonen? Es gibt keines, dieses sey ferne! Denn nicht wegen Verbrechen wurden die Ränke angesponnen, und nicht einer Anklage wegen wurde ein Jeder verbannt; sondern dieses ist nur ein Angriff der Gottlosigkeit auf die Frömmigkeit, und ein Eifer für die arianische Ketzerei, aber auch ein Vorspiel der Ankunft des Antichristen, welchem Constantius den Weg vorbereitet.

1: Ezech. XI, 13.
2: Jer. V, 30.
3: Das. II, 12.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger