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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

43.

Nachdem der König dieses vernommen hatte, zauderte er nicht, sondern befahl, weil er den Mann und das Ansehen des Greises wohl kannte, ihm durch ein Schreiben, zu ihm zu kommen zu der Zeit, als1 er auch den Liberius anfangs versuchte. Als nun derselbe gekommen war, ersuchte und ermahnte er ihn mit den gewöhnlichen Worten, durch welche er auch die Andern zu hintergehen hoffte, daß er gegen uns schreiben und mit den Arianern Kirchengemeinschaft haben sollte. Der Greis aber, welcher dieses mit Widerwillen angehört hatte und darüber betrübt war, daß er so etwas auch nur sagte, erschütterte ihn, beredete ihn, und kehrte so in sein Vaterland und in seine Kirche zurück. Da aber die Ketzer sich darüber beklagten, und wieder aufheizten, auch die Verschnittenen ermahnten und immer mehr aufregten, schickte endlich der König ein Schreiben mit Drohungen ab, und Hosius wurde mißhandelt, aber durch die Furcht vor der Nachstellung nicht von seiner Meinung abgebracht; sondern er blieb fest auf seiner Gesinnung und sprach, weil er das Haus seines Glaubens auf den Felsen gebaut hatte, mit Freimüthigkeit gegen die Ketzerei, indem er die Drohungen in den Briefen für Wassertropfen und für Windstösse hielt. Da nun Constantius öfter schrieb, indem er ihm bald wie einem Vater schmeichelte, bald drohte und die Verbannten nannte mit den Worten: Du bist noch der Einzige, welcher der Ketzerei widerstrebt. Gehorche und schreibe gegen den Athanasius; denn wer wider diesen schreibt, der wird ganz arianisch mit uns denken; bebte Hosius nicht, sondern schrieb, obgleich er Mißhandlungen erduldete, Folgendes; wir haben den Brief gelesen, und fügen eine Abschrift davon bei.

Hosius wünscht dem Könige Constantius Freude in dem Herrn.

1: Nannius übersetzt „quemadmodum“ und scheint also anders als gnika, und wohl richtiger gelesen zu haben.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger