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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

42.

Nach so großen und so vielen Verbrechen glaubten die Gottlosen noch nichts gethan zu haben, so lange der große Hosius ihre Bosheit nicht gefühlt hätte. Denn auch auf diesen so ehrwürdigen Greis suchten sie ihre Wuth auszudehnen; es erfüllte sie nicht mit Scheu der Umstand, daß er der Vater der Bischöfe war, nicht mit Verehrung die Rücksicht darauf, daß er Bekenner war, nicht mit Achtung die lange Dauer seiner Amtsführung, weil er mehr als sechzig Jahre das Amt eines Bischofes verwaltet hatte; sondern sie setzten Alles hintan, und hatten nur die Ketzerei im Auge, als Menschen, welche wirklich weder Gott fürchten, noch vor einem Menschen sich scheuen. Sie gingen also zum Constantius, und bedienten sich abermals folgender Worte: Wir haben Alles gethan; wir haben den römischen Bischof verbannt, und vor ihm sehr viele andere Bischöfe; wir haben alle Gegenden mit Furcht erfüllt. Aber deine so großen Thaten nützen uns nichts, und es ist von uns noch nichts zu Stande gebracht, so lange Hosius übrig ist. Denn so lange dieser unter den Seinigen ist, verbleiben Alle in ihren Kirchen; denn er kann durch sein Wort und seinen Glauben Alle gegen uns verleiten. Dieser führt auch den Vorsitz bei den Synoden, und seinen Schreiben gehorcht man überall. Dieser hat das nicäische Glaubensbekenntniß verfaßt, und überall verkündet, daß die Arianer Ketzer seyen. Wenn also dieser bleibt, so ist die Verbannung der Uebrigen vergebens; denn unsere Sekte wird verdrängt. Beginne also auch diesen zu verfolgen, und habe mit ihm, obschon er Greis ist, kein Mitleid; denn unsere Sekte weiß auch die grauen Haare der Greise nicht zu ehren.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger