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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

40.

So sprach nun damals Liberius, und wurde von Allen bewundert; jener aber befahl, anstatt zu antworten, und verbannte, indem er, was er auch bei den Frühern gethan hatte, einen Jeden von dem Andern trennte. Denn diese Weise zu verbannen hat er selbst erfunden, um in den Strafen noch grausamer, als die Wütheriche und Verfolger vor ihm, zu seyn. Denn bei der frühern Verfolgung ließ Maximianus mehrere Bekenner zugleich mit einander verbannen und milderte durch den Trost der Gesellschaft die Strafe. Dieser aber wurde grausamer als jener, und trennte die von einander, welche beisammen mit Freimüthigkeit sprachen und bekannten; er schied die von einander, welche durch den Glauben vereint waren, damit sie auch sterbend nicht einander sehen möchten, in dem Wahne, daß die körperliche Trennung durchaus auch die Gesinnung der Seele trenne, oder daß sie, von einander abgesondert, der gegenseitigen Eintracht und Einmüthigkeit vergessen würden. Er weiß nämlich nicht, daß, wenn auch ein Jeder abgesondert lebt, doch ein Jeder den Herrn bei sich hat, welchen sie in Gemeinschaft miteinander bekannt haben, und welcher bewirken wird, daß mehr bei einem Jeden sind, (wie er es bei dem Propheten Elisäus gethan hat1, als bei dem Constantius Soldaten sind. Wirklich blind ist die Bosheit! denn indem sie die Bekenner dadurch zu betrüben glaubten, daß sie dieselben von einander trennten, haben sie hiedurch vielmehr sich selbst gar sehr geschadet. Denn wären jene beisammen und an einem und demselben Orte, so würde das Verbrechen der Gottlosen nur von Einem Platze aus bekannt. Nun aber haben sie, da sie dieselben trennten, bewirkt, daß der Ruf von ihrer gottlosen Ketzerei und Bosheit überall sich verbreitet und bekannt wird.

1: 4. Kön. Vl, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger