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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

34.

Als dieses die Bischöfe hörten, wunderten sie sich sehr, hoben ihre Hände zu Gott empor, und sprachen gegen jenen mit vieler Freimüthigkeit, indem sie lehrten, die Herrschaft sey nicht sein, sondern ein Eigenthum Gottes, welcher sie ihm übergeben habe; und sie baten ihn auch, daß er Gott fürchten sollte, damit er ihm dieselbe nicht plötzlich nehmen möchte; sie drohen ihm mit dem Tage des Gerichtes, und riethen ihm, die Lage der Kirche nicht zu verschlimmern, das römische Reich nicht mit den Satzungen der Kirche zu vermischen, und die arianische Ketzerei nicht in die Kirche einzuführen. Er hörte sie aber nicht an und ließ sie nicht weiter reden, sondern drohte heftiger, zog sein Schwert gegen sie, und befahl sogar, Einige von ihnen zum Tode hinwegzuführen; änderte aber, wie Pharao, seine Gesinnung wieder. Die Heiligen schüttelten nun den Staub von den Füssen, erhoben ihre Augen zu Gott, fürchteten die Drohungen des Königes nicht, und verriethen, als das Schwert gegen sie gezückt wurde, die Wahrheit nicht, sondern hielten die Verbannung für eine Obliegenheit ihres Amtes. Denn als sie durch Oerter und Städte zogen, predigten sie, obgleich sie gefesselt waren, dennoch das Evangelium, und verkündeten den frommen Glauben, indem sie die arianische Ketzerei verfluchten, und die Reue des Ursacius und Valens an den Pranger stellten. Dieses geschah aber gegen die Erwartung der Nachstellenden; denn je weiter der Ort der Verbannung entlegen war, desto mehr vergrößerte sich der Haß gegen dieselben, und die Wanderung dieser heiligen Manner war eine Verkündigung gegen die Gottlosigkeit jener Menschen. Denn wer bewunderte sie, als er sie durchziehen sah, nicht als Bekenner im hohen Grade, und wer verabscheute und verwünschte dagegen nicht die Arianer als Gottlose, und als Henker und Mörder, wer nannte sie da nicht lieber Alles, als Christen?

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger