Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

29.

Zuerst suchten sie nun den Ursacius und Valens zu überreden, ihre Gesinnung zu ändern, und wie die Hunde zu ihrem eigenen Auswurfe zurückzukehren, wie die Schweine in dem frühern Unflathe der Gottlosigkeit sich wieder zu wälzen, und zum Vorwande ihrer Reue zu erdichten, sie hätten dieses aus Furcht vor dem höchst gottesfürchtigen Constans gethan. Wenn sie aber auch sich gefürchtet hätten, so hätten sie doch, wenn sie ihre Handlungen für gut gehalten hätten, an denselben nicht zu Verräthern werden sollen. Hegten sie aber keine Furcht, sondern sagten sie die Unwahrheit, wie sind sie dann nicht aller Verdammung würdig? Denn es war kein Soldat zugegen, es waren keine Hofbeamten oder Notare geschickt, es geschah nichts von dem, was sie jetzt thun, es war auch der König nicht gegenwärtig, und sie waren von Niemanden aufgefordert worden, als sie dieses schrieben; sondern sie reisten selbst freiwillig nach Rom, thaten in der Kirche, wo kein äusserlicher Zwang Statt fand, wo nur die Furcht vor Gott herrscht, und wo ein Jeder seinen freien Willen hat, aus eigenem Antriebe Buße und legten den Ausdruck ihrer Sinnesänderung schriftlich nieder. Dessen ungeachtet schämen sie sich, da sie nun zum zweiten Male Arianer geworden sind, keineswegs, abermals einen so unpassenden Vorwand zu erdichten.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Bilder Vorlage

Navigation
. . Mehr
. . 21.
. . 22.
. . 23.
. . 24.
. . 25.
. . 26.
. . 27.
. . 28.
. . 29.
. . 30.
. . 31.
. . 32.
. . 33.
. . 34.
. . 35.
. . 36.
. . 37.
. . Mehr

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger