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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

19.

Den Lucius aber, Bischof von Adrianopel, ließen sie, da sie ihn mit vieler Freimüthigkeit gegen sie sprechen und ihre Gottlosigkeit widerlegen sahen, abermals, wie schon früher, an dem Halse und den Händen mit eisernen Banden fesseln, und verbannten ihn so, worauf er auch starb, wie sie wohl wissen. Auch den Bischof Diodorus vertreiben sie von seinem Sitze. Den Olympius von Aenos aber und den Theodulus von Trajanopolis, beide Bischöfe aus Thrazien, rechtschaffene und rechtgläubige Männer, verleumdeten sie, weil sie sahen, daß dieselben ihre Ketzerei haßten; dieses hatten zwar zuerst die Eusebianer gethan, und der König Constantius hatte ein Schreiben erlassen, jene aber erneuerten die Verleumdungen. Das Schreiben aber verordnete, sie sollten nicht nur aus ihren Städten und Kirchen vertrieben, sondern, wenn man sie irgendwo antreffen würde, mit dem Tode bestraft werden. Obschon aber dieses auffallend ist, so liegt es doch nicht ausser ihrem Plane; denn da sie dieses von den Eusebianern gelernt haben, und gleichsam Erben der Gottlosigkeit und der Absichten derselben sind; wollten, wie ihre Väter in Thrazien, so auch sie zu Alexandria sich furchtbar zeigen; und sie wirkten ein Schreiben aus, welchem zu Folge die Häfen und Eingänge der Städte bewacht wurden, damit nicht diejenigen, welche die Erlaubniß dazu von der Synode erhalten hatten, in ihre Kirchengemeinden zurückkehrten. Auch bewirkten sie, daß den Richtern zu Alexandrien durch ein Schreiben, welches sich auf den Athanasius und einige namentlich aufgeführte Priester bezog, angedeutet wurde, daß es, wenn entweder der Bischof oder Einer von jenen, nachdem er die Stadt oder die Gränzen derselben betreten hätte, angetroffen würde, dem Richter erlaubt sey, die Angetroffenen zu enthaupten. So läugnet diese neue jüdische Sekte nicht nur den Herrn, sondern sie hat auch morden gelernt.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger