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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

16.

So nun sprachen sie zu einander. Hosius aber und alle andere Bischöfe meldeten ihnen öfter die Zuversicht des Athanasius und seiner Gefährten, und wie bereit sie seyen zur Vertheidigung und zur Widerlegung ihrer Verleumdungen; sie sagten auch: Wenn ihr das Gericht fürchtet, warum seyd ihr erschienen? Denn ihr hättet entweder nicht kommen sollen, oder ihr solltet, nachdem ihr gekommen seyd, nicht fliehen. Als jene dieses hörten, wurden sie noch mehr bestürzt, bedienten sich einer noch ungereimtern Entschuldigung, als früher zu Antiochien, nämlich daß ihnen der König seinen Sieg über die Perser schriftlich gemeldet hätte, und suchten zu fliehen. Diese Entschuldigung überschickten sie, ohne sich zu schämen, durch Eustathius, einen Priester der Kirche zu Sardika. Allein nicht einmal so ging ihnen die Flucht nach Wunsch von Statten; denn sogleich machte ihnen die heilige Synode, in welcher der große Hosius den Vorsitz führte, öffentlich durch ein Schreiben kund: Entweder erscheinet und rechtfertiget euch wegen der gegen euch vorgebrachten Beschuldigungen, und wegen der Verleumdungen, die ihr ausgesonnen habet, oder wisset, daß die Synode euch als Schuldige verurtheilt, den Athanasius und seine Gefährten aber für frei und von aller Schuld rein erklärt. Allein jene ließen sich durch ihre Gewissensangst mehr zur Flucht antreiben, als durch das Schreiben bewegen, demselben Folge zu leisten. Denn da sie die von ihnen Mißhandelten erblickten, achteten sie nicht einmal auf die Abgeordneten, sondern beschleunigten ihre Flucht nur desto mehr.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger