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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

14.

Auch vieles Andere verübte er, wofür es gar keine Worte gibt, und was Jemand, wenn er es hörte, für unglaublich hielte. Zu diesem Verfahren aber veranlaßte ihn der Umstand, weil er weder nach dem Kanon der Kirche eingesetzt, noch nach der apostolischen Ueberlieferung zum Bischöfe ernannt, sondern aus dem Palaste mit militärischer Begleitung und militärischem Gepränge geschickt war, als wenn er ein weltliches Amt erhalten hätte. Daher wünschte er auch mehr ein Freund der weltlichen Obrigkeiten, als der Bischöfe und Mönche zu seyn. Wenn ihm also einmal der Vater Antonius vom Berge aus schriebe, würde, wie die Verehrung Gottes dem Sünder ein Gräuel ist, so das Schreiben des heiligen Mannes ihn aneckeln. Sendete dagegen einmal der König, oder ein Feldherr oder irgend ein anderer Richter ein Schreiben an ihn, so würde er sich so sehr freuen, wie die in den Sprüchen, von welchen die Schrift nicht ohne Unwillen sagt:1 „Wehe denen, welche die geraden Wege verlassen, welche sich freuen über das Böse, und frohlocken über den Umgang mit den Bösen.“ Gewiß würde er diejenigen, welche ihm ein solches Schreiben brächten, mit Geld beschenken; als ihm aber Antonius einmal schrieb, vermochte er den Dux Balacius dazu, daß er auf den Brief spuckte, und ihn wegwarf. Aber die göttliche Gerechtigkeit ließ dieses nicht unbestraft; denn als nicht lange darauf der sogenannte Dux sich zu Pferde setzte, und zur nächsten Station reiten wollte, wandte sich das Pferd und biß ihn so sehr in den Ober - Schenkel, daß er herabfiel und nach drei Tagen starb.

1: Sprüch. II, 13, 14.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger