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Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

11.

Athanasius schiffte nun, ehe dieses geschehen war, sobald er nur davon Kunde erhielt, nach Rom, theils weil er die Wuth der Ketzer genau kannte, theils damit, wie beschlossen war, die Synode gehalten würde. Julius aber schickte die Priester Elpidius und Philoxenus mit einem Schreiben ab, und setzte ihnen eine Zeit fest, damit sie entweder erscheinen, oder wissen sollten, daß sie in Allem verdächtig seyen. Als aber die Eusebianer auch nur gehört hatten, daß dort ein kirchliches Gericht gehalten werde, wobei weder ein Comes zugegen sey, noch Soldaten vor den Thüren stünden, und daß die Verhandlungen der Synode nicht nach einem königlichen Befehle gestaltet würden, (denn hiedurch hatten sie immer ein Uebergewicht über die Bischöfe erhalten, und ohne diese Dinge getrauen sie sich nicht einmal zu sprechen;) geriethen sie in einen solchen Schrecken, daß sie die Priester über die bestimmte Zeit zurückhielten, und die unpassende Entschuldigung erdachten, daß sie wegen des Perser-Krieges nicht erscheinen könnten. Dieses war aber nicht wahr; sondern Gewissensangst hielt sie zurück. Denn was geht der Krieg die Bischöfe an? Oder warum hätten sie wegen der Perser nicht nach Rom sollen kommen können, obschon es weit entfernt ist und über dem Meere liegt, da sie doch die östlichen Gegenden und die Grenzländer der Perser wie Löwen durchreisten, indem sie nachforschten, wer sich ihnen widersetzte, damit sie denselben verleumden und verbannen konnten?

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger