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Athanasius (295-373) - Schreiben an die Antiochier (Tomus ad Antiochenos)

8.

Um dieses haben wir (obgleich man ausser dem nicäischen Kirchenrathe nichts weiter suchen und zanksüchtige Worte nicht anhören soll, doch um des Friedens willen, und um die, welche den richtigen Glauben wollen, nicht zu verstossen,) gefragt, und das, was sie als ihr Bekenntniß angaben, kurz angeführt, die wir zu Alexandrien zurückgeblieben sind gemeinsam mit unsern Mitdienern Asterius1 und Eusebius; denn die Meisten von uns sind in ihre Kirchspiele abgereist. Ihr aber leset, wo ihr euch gemeinschaftlich zu versammeln pfleget, dieses vor, und beliebet, Alle dahin zusammenzurufen. Denn es ist billig, daß der Brief daselbst zuerst vorgelesen werde, und daß dort diejenigen, welche den Frieden wünschen und ihn herbeizuführen streben, sich vereinigen, und dann, wenn sie sich versöhnt haben, wo es dem Volke gefallen mag, in Gegenwart euerer Güte, dort der Gottesdienst gefeiert, und der Herr von Allen gemeinschaftlich gepriesen werde. Es grüßen euch die Brüder, welche bei mir sind. Es wünscht, daß ihr wohl lebet, und daß ihr bei dem Herrn unser gedenket, Athanasius. — Auch die übrigen versammelten Bischöfe unterzeichneten sich, so wie auch die zwei2 Diakone Herennius und Agapetus, welche von Lucifer, Bischof der Insel Sardinien, geschickt wurden, nebst den vom Paulinus geschickten zwei Diakonen, Maximus und Calemerus. Es waren aber auch einige Mönche des Bischofes Apollinarius zugegen, welche von ihm zu diesem Zwecke geschickt worden waren.

1: Asterius vertheidigte in dieser Synode die Sache der Morgenländer, Eusebius aber jene der Abendländer, wie Rufin Hist. Eccles. lib. I. cap. 29. erzählt. Dieser Asterius ist derselbe, welcher einst die Arianer auf ihrer Reise nach Sardica zugleich mit Arius, Bischof von Petra, verließ, und die Synode von Sardica unterschrieb. Daher wurde er auf Anstiften der Arianer nach Ober-Afrika verbannt, und wohnte auf der Rückreise dieser Synode bei.
2: Nach Rufinus Hist. Eccles. lib. 1, cap. 27, und Sozomenus lib. 5, cap. 12. schickte Lucifer nur Einen Diakon. Ferner erzählt Rufinus und Theodoretus lib. 3, cap. 5, daß Eusebius den Lucifer gebeten, mit ihm nach Alexandrien zu reisen, der Letztere aber es ihm abgeschlagen habe.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger