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Athanasius (295-373) - Schreiben an die Antiochier (Tomus ad Antiochenos)

1.

Wir sind zwar überzeugt, daß ihr als Diener Gottes und gute Verwalter sämmtliche Angelegenheiten der Kirche zu ordnen geeignet seyd. Allein weil die Nachricht zu uns gelangt ist, daß sehr Viele, welche vor Kurzem aus Streitsucht von uns abgefallen sind, jetzt den Frieden wünschen, und Viele, der Ketzerei der Ariomaniten entsagend, mit uns in Verbindung zu treten wünschen; haben wir es für nöthig erachtet, dasjenige, was wir und unsere Lieben, Eusebius und Asterius, geschrieben haben, auch euerer Sanftmuth zu schreiben, (denn auch ihr seyd liebe und uns wahrhaft sehr theuere Mitdiener,) indem wir über diese günstige Nachricht frohlocken und wünschen, daß, wenn noch Jemand von uns entfernt ist, und wenn noch Jemand mit den Arianern zusammenzukommen scheint, dieser von ihrem Unsinne eiligst sich entferne, damit endlich Alle überall sagen:1 „Ein Herr, Ein Glaube.“ Denn was ist, wie der Psalmist sagt,2 so gut und so lieblich, als wenn Brüder beisammen wohnen? Unsere Wohnung aber ist die Kirche; und es geziemt sich, daß wir dieselbe Gesinnung haben. Denn so glauben wir, daß auch der Herr bei uns wohnen werde, der da spricht:3 „In ihnen will ich wohnen und wandeln,“ und:4 „Da will ich wohnen, denn ich habe sie erkoren.“ Wo aber ist das „Da“, als wo Ein Glaube und Eine Religion gelehrt wird?

1: Ephes. lV, 5.
2: Psalm CXXXll, 1.
3: 2. Kor. Vl, 16 und Levitic. XXVl, 12.
4: Psalm CXXXI, 14.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger