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Athanasius (295-373)
Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien.
(De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

1.

Unsers heiligen Vaters Athanasjus, Erzbischofes zu Alexandrien,Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien.

Vielleicht ist auch zu euch der Ruf von der Synode gelangt, über die jetzt allenthalben gesprochen wird; denn nach allen Orten sind Schreiben von dem Kaiser und den Statthaltern ergangen, um die, welche sich versammeln sollten, zu derselben einzuladen. Allein weil ihr bei euerer Wißbegierde die Verhandlungen kennen zu lernen wünschet; hielt ich es für angemessen, Alles, was ich gesehen und genau erfahren habe, auch euch kund zu thun, damit ihr nicht, wenn ihr es von Andern höret, einen Zweifel heget, zumal da Manche die Sache anders, als sie sich zugetragen, zu erzählen pflegen. Das Concilium wurde also nicht zu Nicäa, wie bestimmt war, gehalten; sondern es erschien ein zweiter Befehl, daß nämlich die Bischöfe des Abendlandes zu Rimini zusammenkommen, die des Morgenlandes in dem sogenannten rauhen Seleucia, in Isaurien, versammelt werden sollten. Als Vorwand zu dieser Versammlung aber wurde angegeben, es sollte über den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus gehandelt werden. Dieses Gerücht verbreiteten nämlich von Pannonien aus Ursacius, Valens und ein gewisser Germinius, von Syrien aus aber Acacius, Eudoxius und Patrophilus, Bischof der von den Scythen benannten Stadt Scythopolis. Denn diese, welche immer auf der Seite des Arius waren, und weder wissen, was sie glauben, noch was sie behaupten, allmälich aber Alle verführen und den Samen ihrer Ketzerei ausstreuen, brachten Einige, welche ein Gewicht zu haben schienen, und den ketzerischen Kaiser Constantius selbst durch Verstellung, als wäre es ihnen um den Glauben zu thun, dahin, daß er eine Synode veranstaltete; sie wähnten nämlich, daß sie die Synode zu Nicäa verdunkeln, und so Alle von ihrer Gesinnung abwendig machen könnten, so daß die Gottlosigkeit anstatt der Wahrheit überall herrschen würde.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger