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Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

8.

Da Alle erwarteten, daß sich diejenigen an Einem Orte versammeln würden, welche die Schreiben des Kaisers beriefen , und daß Eine Synode gehalten würde, begaben sich nachdem sie abgetheilt worden, und die Einen nach dem sogenannten rauhen Seleucia gekommen waren, Andere aber in Rimini sich versammelt hatten, wo mehr als vierhundert Bischöfe sich einfanden, dorthin auch Germinius, Auxentius, Valens, Ursacius, Demophilus und Gajus. Als aber sämmtliche Bischöfe nach den göttlichen Schriften sprachen, zeigten jene ein Papier vor, lasen das Consulat, und verlangten, daß dieses der ganzen Synode vorgezogen, nichts weiter von den Ketzern begehrt, und ihre Meinung nicht geprüft werden, sondern daß man sich mit diesem ihrem Schreiben begnügen sollte, welches lautet, wie folgt.

Erklärung des katholischen Glaubens, in Gegenwart unsers Herrn, des frömmsten und siegreichsten Kaisers Konstantius Augustus, des Ewigen, Verehrungswürdigen, unter dem Consulate der hochberühmten Flavier Eusebius und Hypatius, gegeben zu Sirmium am zwei und zwanzigsten Mai. (J. 359.)

Wir glauben an Einen, alleinen und wahrhaften Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer und Werkmeister aller Dinge; und an Einen eingebornen Sohn Gottes, welcher vor allen Zeiten, und vor aller erdenklichen Zeit, und vor jedem begreiflichen Wesen, leidenlos von Gott gezeugt worden, durch welchen die Welt gegründet und Alles gemacht ist, den gebornen Eingebornen, allein aus dem alleinen Gott, Gott von Gott, gleich seinem Vater, der ihn gezeugt hat, zufolge der Schriften, dessen Geburt Niemand kennt, als nur der Vater, welcher ihn gezeugt hat. Dieser ist, wissen wir, der eingeborne Sohn Gottes, der nach dem Willen des Vaters herabgekommen ist von den Himmeln, um die Sünde zu zerstören, und geboren worden ist aus Maria der Jungfrau, unter den Jüngern gewandelt und die ganze Heilsanstalt in Erfüllung gebracht hat, nach dem väterlichen Willen gekreuziget worden, gestorben, und hinabgestiegen ist in die Hölle, und das Dortige geordnet hat, vor welchem die Pförtner der Hölle erschrocken sind, als sie ihn sahen; welcher am dritten Tage wieder auferstanden ist von den Todten, unter den Jüngern gewandelt und die ganze Heilsanstalt in Erfüllung gebracht hat, und nach dem Verlaufe von vierzig Tagen aufgenommen worden ist in die Himmel, und sitzet zur Rechten des Vaters; welcher kommen wird am jüngsten Tage der Auferstehung mit der Herrlichkeit des Vaters, und einem Jeden vergelten wird nach seinen Werken. Und an den heiligen Geist, den der Eingeborne Gottes selbst, Jesus Christus, verheissen hat zu senden dem Menschen-Geschlechte, den Tröster, wie geschrieben steht:1 Ich gehe zu meinem Vater, und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster senden, den Geist der Wahrheit.2 Dieser wird es von dem Meinigen nehmen, und euch Alles lehren und eingeben. Das Wort Wesenheit aber soll, weil es, von den Vätern ohne zulässigen Grund gesetzt, und von den Völkern nicht verstanden, Aergerniß verursacht, und weil es auch die Schriften nicht enthalten, dem Beschlusse gemäß weggeschafft, und fernerhin soll durchaus keine Erwähnung von der Wesenheit in Gott mehr gemacht werden, weil die göttlichen Schriften nirgends die Wesenheit des Vaters und des Sohnes erwähnen. Den Sohn aber nennen wir in Allem dem Vater gleich, wie auch die heiligen Schriften sagen und lehren.

1: Ioh. XIV, 16, 17.
2: Das. XVl, 14.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger