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Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

31.

Aber auch dabei blieben sie nicht stehen; denn sie begaben sich von Konstantinopel nach Antiochien, änderten ihre Ansicht, nach welcher sie, den heiligen Schriften gemäß, geschrieben hatten, der Sohn sey dem Vater gleich, brachten das, was sie ausgesonnen hatten, in Zusammenhang, begannen wieder zu ihren frühern Ansichten zurückzukehren, und sagten, der Sohn sey dem Vater durchaus ungleich, und er sey dem Vater auf keine Weise gleich. Sie veränderten ihre Meinung so sehr, daß sie diejenigen, welche unverhohlen die Lehren des Arius behaupteten, in ihre Gesellschaft aufnahmen, und ihnen die Kirchen übertrugen, damit sie ohne Scheu ihre Lästerungen vortragen möchten. Wegen der großen Unverschämtheit, mit welcher sie lästerten, wurden sie nun von Allen Anomöer1 genannt, indem sie auch den Beinamen Exukontion (exoukontion), und den ketzerischen Konstantius zum Beschützer ihrer Gottlosigkeit hatten, ihn, welcher bis zum Tode in der Gottlosigkeit verharrte, und erst bei der Annäherung des Todes die Taufe verlangte, aber nicht von frommen Männern, sondern von Euzoius2, welcher wegen der arianischen Ketzerei nicht Ein Mal, sondern öfters, nicht nur als er Diakon war, sondern auch als er zu Antiochia saß, abgesetzt wurde.

1: Diese Ketzer, Anhanger des Eunomius, behaupteten, der Sohn Gottes habe mit dem Vater nicht gleiche Wesenheit, sondern sey ihm ungleich hinsichtlich der Gottheit; und die Seligen im Himmel und die Menschen auf Erden kennen Gott eben so vollkommen, als er sich selbst kennt. Der heil. Chrysostomus hielt fünf Homilien gegen diese Ketzer, worin er die Unbegreiflichkeit der göttlichen Natur aus der heiligen Schrift, und aus der den Eigenschaften Gottes wesentlichen Unendlichkeit beweist. Sieben andere Homilien hielt er gegen sie, worin er die gleiche Wesenheit des Sohnes Gottes zeigt. Sieh über die Anomöer den heil. Epiphanius Haeres. 76.
2: Er war Diakon zu Alerandrien, wurde aber entsetzt und mit Arius aus Alerandrien vertrieben. Die Arianer erhoben diesen gottlosen Menschen auf den bischöflichen Stuhl von Antiochien. Er war es auch, der den Kaiser Konstantius bei seiner Rückkehr aus dem persischen Kriege taufte. Kurze Zeit darauf starb dieser Fürst zu Mopsukrene in Cilicien am 3. November 361.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger