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Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

25.

Es waren aber die an der Kirchweihe versammelten Bischöfe neunzig, unter dem Consulate des Marcellinus und Probinus, zur Zeit der vierzehnten Indiction1, als der höchst gottlose Konstantius daselbst zugegen war. Nachdem sie zu Antiochia zur Zeit der Kirchweihe dieses gethan hatten, verfaßten sie, in der Meinung, ihren Glauben noch nicht vollkommen niedergeschrieben zu haben, weil sie unstäten Sinnes sind, nach dem Verlaufe weniger Monate abermals eine andere Glaubensformel, und schickten den Narcissus, Maris, Theodorus und Marcus nach Gallien. Diese überbrachten als Abgeordnete der Synode dem Konstans Augustus seligen Andenkens, und allen daselbst Anwesenden Folgendes2.

„Wir glauben an Einen Gott, allmächtigen Vater, Schöpfer und Urheber aller Dinge, von dem alle Vaterschaft in den Himmeln und auf der Erde ihren Namen hat. Und an seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn Jesum Christum, welcher vor Allem von Ewigkeit her aus dem Vater geboren ist, Gott von Gott, Licht vom Lichte, durch den Alles gemacht ist im Himmel und auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare; der da ist das Wort, die Weisheit, die Kraft, das Leben und das wahre Licht; der in den letzten Tagen unsertwegen Mensch geworden ist, und geboren wurde aus der heiligen Jungfrau; welcher gekreuziget worden, gestorben, und begraben worden, am dritten Tage von den Todten auferstanden, in den Himmel aufgenommen worden ist, und sitzet zur Rechten des Vaters, der kommen wird am Ende der Welt, um zu richten die Lebendigen und die Todten, und einem Jeden nach seinen Werken zu vergelten; dessen Reich unzerstörbar fortbesteht in die unendliche Ewigkeit. Denn er wird sitzen zur Rechten des Vaters nicht nur in dieser, sondern auch in der zukünftigen Zeit. Und an den heiligen Geist, das ist, den Tröster, welchen er den Aposteln verheißen und nach seiner Himmelfahrt gesandt hat, damit er sie Alles lehre und ihnen Alles eingebe; durch den auch die Seelen derer, die mit aufrichtigem Herzen an ihn geglaubt haben, werden geheiliget werden. Diejenigen aber, welche sagen, der Sohn sey aus Nichts, oder aus einer andern Substanz, und nicht aus Gott, und: Es war einmal eine Zeit, wo er nicht war, erkennt die katholische Kirche als Ketzer.“

1: Sieh hierüber Sokrates lib. 2, c. 18. Sozom. lib. 3. c. 5.
2: Diese vierte Glaubensformel, verfaßt i. J. 341, steht auch bei Sokrates lib. 2, c. 18, und bei Nicephorus lib. 9, cap. 10.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger