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Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

3.

Denn welche Lehre fehlte der katholischen Kirche zur Gottseligkeit, daß sie jetzt über den Glauben Untersuchungen anstellen, und an die Spitze ihrer Erklärungen über den Glauben das Consulat der gegenwärtigen Zeit setzen? Denn Ursacius, Valens und Germinius mit ihren Genossen haben gethan, was bei den Christen niemals weder geschehen noch gehört worden ist. Denn da sie schrieben, wie sie glauben wollten, setzten sie das Consulat obenan, so wie auch den Monat und den Tag des laufenden Jahres, um allen Verständigen anzuzeigen, daß nicht früher, sondern erst jetzt unter Constantius ihr Glaube seinen Anfang genommen habe. Denn in allen ihren Schreiben berücksichtigten sie nur ihre Ketzerei. Zudem nennen sie, während sie, von dem Herrn zu schreiben, den Schein annehmen, einen andern ihren Herrn, nämlich den Constantius. Denn dieser war es, der ihrer Gottlosigkeit Macht verlieh, und ihn haben diejenigen einen ewigen Herrscher genannt, welche die Ewigkeit des Sohnes läugnen; so sehr bekämpfen sie zu Gunsten ihrer Gottlosigkeit Christum. Allein vielleicht veranlaßte sie die Zeitangabe der heiligen Propheten, das Consulat anzugeben. Erkühnen sie sich aber, dieses zu sagen, so legen sie dadurch ihre Unwissenheit noch mehr an den Tag. Denn die Weissagungen der Heiligen enthalten die Erinnerung an die Zeiten. Isaias nämlich und Osee haben in den Tagen des Ozias, Ioatham, Achaz und Ezechias gelebt; Ieremias in den Tagen des Iosias; Ezechiel und Daniel unter Cyrus und Darius, und Andere haben zu andern Zeiten geweissagt, ohne jedoch damals den Anfang der Religion zu machen. Denn diese war vor ihnen und immer, und diese hat vor der Gründung der Welt Gott in Christo uns berettet. Jene bezeichneten nicht die Zeiten ihres Glaubens, da sie schon vor diesen Zeiten Gläubige waren; sondern die Zeiten, welche sie angaben, waren die Zeiten der Verkündigung durch sie. Die Verkündigung bezog sich aber vorzüglich auf die Ankunft des Heilandes, dann jedoch auch auf die künftigen Schicksale der Juden und Heiden. Und die Zeiten, welche angeführt wurden, waren nicht diejenigen, in welchen der Glaube begann, wie ich oben bemerkt habe, sondern die der Propheten selbst, in welchen sie gelebt und dieses geweissagt haben. Diese jetzigen Weisen hingegen erzählen weder geschichtliche Thatsachen, noch sagen sie die Zukunft voraus; sondern sie haben, nachdem sie geschrieben: „Erklärung des katholischen Glaubens,“ sogleich das Consulat, den Monat und den Tag beigesetzt, so daß, wie jene Heiligen die Zeiten der Geschichten und ihres Amtes bezeichnet hatten, eben so diese die Zeiten ihres Glaubens andeuteten. Und wenn sie doch nur über ihren Glauben schrieben, denn jetzt hat er angefangen, und nicht gleichsam über den katholischen zu schreiben unternehmen würden! Denn sie haben nichts über ihn geschrieben, so glauben wir, ausser: „Erklärung des katholischen Glaubens.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger