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Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

20.

Dieses ist es, weßwegen sie sich ereifern, und deßwegen kämpfen sie gegen die alte Synode, weil nämlich die in denselben versammelten Väter nicht das Gleiche, wie sie, niedergeschrieben, sondern vielmehr die arianische Ketzerei, welche diese zu befestigen suchten, verdammt haben. Deßwegen haben sie auch den Sophisten Asterius, der den Göttern geopfert hatte, zum Vertheidiger ihrer Gottlosigkeit gewählt, auf daß er ohne Schonung gegen den Herrn spreche, und durch täuschende Worte die Unbehutsamern irre leite. Allein die Thoren sahen nicht ein, daß sie dieses zu ihrem eigenen Verderben thaten. Denn der üble Geruch des Opfers, das ihr Vertheidiger den Götzen dargebracht hatte, zeigte noch mehr, daß ihre Ketzerei eine Feindin Christi sey. Daher setzen sie auch jetzt Alles in Bewegung und in Verwirrung, in der Meinung, daß, wenn sie Mehrere tödten, und monatlich Synoden zusammenrufen, einmal der gegen die arianische Ketzerei erlassene Ausspruch ausser Wirksamkeit treten werde. Denn sie scheinen es nicht zu wissen, oder es zwar zu wissen, aber sich zu stellen, als wüßten sie es nicht, daß auch vor der Nicänischen Synode diese Ketzerei verabscheuungswürdig war, als Artemas 1 den Grund dazu legte, und vor diesem die Versammlung des Kaiphas und der Pharisäer jener Zeit. Ja, eine Werkstätte von Feinden Christi ist immer abscheulich, und wird stets häßlich seyn, weil der Name des Herrn überaus liebenswürdig ist, und alle Geschöpfe die Kniee beugen und bekennen:2 „Daß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters.“

1: Artemas oder Artemon, ein Zeitgenosse des Theodot von Byzanz, lehrte wie dieser, wie Ebion und ein anderer Theodot, Jesus Christus sey nicht Gott, sondern ein bloßer Mensch; worin er die Lästerung der Arianer noch überbot, da diese zwar Jesum Christum als ein Geschöpf ansahen, jedoch für ein solches, welches vor der Erschaffung der Welt dagewesen sey. Papst Victor sprach den Bannfluch wider ihn und seine Genossen aus. Sieh Epiphanius, Haeres. 54; Eusebius, lib. 5, oap. 25 und 27; Conc, tom. I; Theodoret, haeres. Fabul. lib. 2, cap. 5.
2: Philipp, ll, 11.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger