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Athanasius (295-373)
Brief an die Priester Johannes und Antiochus.
(Epistula ad lohannem et Antiochum presbyteros)

Text

[S. 231]

Unsers heiligen Vaters Athanasius, Erzbischofes zu Alexandrien, Brief1 an die Priester Johannes und Antiochus.

Athanasius entbietet dem Johannes und Antiochus, den geliebten Söhnen und Mitpriestern, seinen Gruß in dem Herrn.

Mit Freuden empfing ich auch dieses Mal euer Schreiben, besonders, weil ihr von Jerusalem aus geschrieben habet, und ich danke euch, daß ihr mir über die Brüder, welche daselbst versammelt sind, Nachricht ertheilt habet, so wie über diejenigen, welche unter dem Vorwande von Untersuchungen die Unbehutsamen verwirren wollen. Allein hinsichtlich dieser mag der Apostel gebieten: Man merke nicht auf die, welche mit Worten zanken und nichts anders suchen, als etwas Neues zu reden und zu hören! 2 Ihr aber, die ihr den festen Grundstein habet, welcher Jesus Christus ist, unser Herr, und die ihr von den Vätern das Bekenntniß der Wahrheit empfangen habet, verabscheuet diejenigen, welche etwas mehr oder weniger, als dieses enthält, sagen wollen, und sorget eifriger für die Wohlfahrt der Brüder, damit sie Gott fürchten und die Gebote beobachten, auf daß sie sowohl in Bezug auf die Lehre der Väter, als auch hinsichtlich der Beobachtung der Gebote, am Tage des Gerichtes dem Herrn wohlgefällig erscheinen können. Gar sehr aber wunderte ich mich über die Verwegenheit derjenigen, welche sich nicht scheuen, gegen unsern geliebten und wahrhaften Diener Gottes, den Bischof Basilius, zu sprechen. Denn aus einem solchen leeren Geschwätze wird man sie überführen können, daß sie nicht einmal [S. 232] das Bekenntniß der Väter lieben. Grüßet die Brüder. Es grüßen euch die, welche bei mir sind. Ich wünsche euch Wohlergehen in dem Herrn, geliebteste und theuerste Söhne!

1: Dieser und der folgende Brief an Palladius wurden am Ende des Jahres 371 oder am Anfange des Jahres 372 geschrieben.
2: ApG. XVII, 27.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger