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Athanasius (295-373) - Brief an die Bischöfe in Afrika (Epistula ad Afros episcopos)
Brief der neunzig Bischöfe von Aegypten und Libyen, so wie des seligen Athanasius, gegen die Arianer, an die geehrtesten Bischöfe in Afrika.

10.

Uebrigens hätte es sich zwar geziemt, ausführlicher über diesen Gegenstand zu schreiben; weil wir aber an euch schreiben, die ihr mit der Sache schon bekannt seyd, darum haben wir uns kurz gefaßt, mit dem Wunsche, daß bei Allen das Band des Friedens bewahrt werde, und daß alle Mitglieder der katholischen Kirche dasselbe sprechen und dasselbe denken. Und dieses sagen wir nicht, um euch zu belehren, sondern um euch zu ermahnen. Denn nicht wir allein sind es, die da schreiben, sondern auch sämmtliche Bischöfe Aegyptens und Libyens, gegen neunzig an der Zahl. Denn Alle haben diese einzige Ansicht, und wir unterschreiben jedes Mal, so oft irgend einer zufälliger Weise nicht anwesend ist, für einander. Da wir nun mit dieser Gesinnung uns versammelt hatten, schrieben wir auch an unsern lieben Damasus, den Bischof des großen Roms, hinsichtlich des Auxentius, welcher sich in Mailands Kirche eingedrängt hat, und führten mehreres von ihm an; daß er nämlich nicht nur ein Anhänger der ananischen Ketzerei, sondern auch vieler Verbrechen schuldig sey, die er mit Gregorius, dem Genossen seiner Gottlosigkeit, verübt hat, und daß wir nicht begreifen können, warum er noch nicht abgesetzt und aus der Kirche verstossen sey. Auch dankten wir sowohl seiner Frömmigkeit, als auch der Frömmigkeit derjenigen, welche in der großen Stadt Rom sich versammelt hatten, daß sie den Ursacius und Valens und deren Anhänger ausstießen, und so die Eintracht der katholischen Kirche erhielten. Und weil wir wünschen, daß diese Eintracht auch bei euch erhalten werde, so ermahnen wir euch, diejenigen, wie wir oben gesagt haben, nicht zu dulden, welche unter dem Vorwande des Glaubens eine Menge Synoden vorschützen, als die zu Rimini, die zu Sirmium, die in Isaurien, die m Thracien, die zu Constantinopel, die vielen und lärmenden, welche in Antiochia Statt fanden. Bei euch aber gelte nur das Glaubensbekenntniß, welches von den Vätern zu Nicäa abgelegt wurde, wo alle Väter, ja selbst Väter derjenigen, welche jetzt gegen dasselbe kämpfen, zugegen waren, und wie wir oben bemerkt haben, unterzeichneten, auf daß auch von uns der Apostel sage:1 „Ich lobe euch aber, daß ihr in Allem meiner eingedenk seyd, und die Vorschriften haltet, so wie ich sie euch gegeben habe."

1: I. Kor. Xl, 2.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger