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Athanasius (295-373) - Rechtfertigung wegen seiner Entweichung (Apologia de fuga sua )
Unsers heiligen Vaters Athanasius, Erzbischofes zu Alexandrien, Rechtfertigung wegen seiner Entweichung, als er von dem Dux Syrianus verfolgt wurde.

6.

Hierauf wandten sie sich wieder gegen Alexandria, indem sie uns wieder zu ermorden strebten; und das, was jetzt geschah, war ärger, als das Frühere. Denn Soldaten umringten plötzlich die Kirche, und das Kriegsgetümmel trat an die Stelle der Gebete. Hierauf kam in der Fasten der von ihnen aus Kappadocien abgeschickte Georgius, und verübte Schlimmeres, als das war, was er von ihnen gelernt hatte. Denn nach der Osterwoche wurden Jungfrauen in den Kerker geworfen, Bischöfe wurden von Soldaten gefesselt hinweggeführt, die Häuser und Lebensmittel der Wittwen und Waisen wurden geplündert, in die Häuser wurde eingebrochen, die Christen wurden bei Nacht daraus vertrieben, Häuser wurden versiegelt, und Brüder der Geistlichen geriethen für ihre Brüder in Gefahr. Dieses ist nun zwar schrecklich, aber noch schrecklicher sind die Frevel, welche hierauf gewagt wurden; denn in der Woche nach dem heiligen Pfingstfeste ging das Volk, nachdem es gefastet hatte, auf den Friedhof, um dort zu beten, weil Alle die Kirchengemeinschaft mit Georgius verabscheuten; als aber der höchst verruchte Mensch dieses erfahren hatte, reizte er den Dux Sebastianus, einen Manichäer, auf, und dieser zog nun mit einer Menge Soldaten, welche Schilde und entblößte Schwerter, Bogen und Pfeile trugen, selbst an dem Tage des Herrn gegen das Volk. Und als er einige Wenige, welche im Gebete begriffen waren, angetroffen hatte, (denn die Meisten hatten sich, da die Zeit hiezu gekommen war, entfernt;) verübte er solche Gräuelthaten, welche er als Vollzieher der Aufträge der Arianer verüben mußte. Er ließ nämlich einen Scheiterhaufen anzünden, führte die Jungfrauen zu dem Feuer, und wollte sie nöthigen, zu sagen, daß sie den Glauben der Arianer hätten; als er aber sah, daß sie siegreich Widerstand leisteten, und sich um das Feuer nicht kümmerten, ließ er sie entblößen und so heftig in das Angesicht schlagen, daß sie eine Zeitlang kaum erkannt werden konnten.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger