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Athanasius (295-373) - Rechtfertigung wegen seiner Entweichung (Apologia de fuga sua )
Unsers heiligen Vaters Athanasius, Erzbischofes zu Alexandrien, Rechtfertigung wegen seiner Entweichung, als er von dem Dux Syrianus verfolgt wurde.

11.

Allein vielleicht haben sie dieses, weil es alt ist, nicht gelesen, aber auch an das, was in dem Evangelium steht, erinnern sie sich nicht; denn auch die Jünger entwichen und verbargen sich aus Furcht vor den Juden, und Paulus wurde, als ihn zu Damascus der Präfekt aufsuchte, von der Mauer in einem Korbe herabgelassen, und entging so den Händen des Häschers. Da nun die Schrift dieses von den Heiligen erzählt, was werden sie für eine Beschönigung ihrer Unbesonnenheit auffinden können? denn wenn sie dieselben der Feigheit beschuldigen, so ist dieses eine Keckheit, welche nur von Wahnsinnigen erwartet werden kann; wenn sie aber die verleumderische Behauptung aufstellen, daß jene gegen den Willen Gottes gehandelt haben, so legen sie eine völlige Unkunde der heiligen Schriften an den Tag. Denn schon in dem Gesetze1 wurde der Befehl gegeben, daß Städte als Zufluchtsorte bestimmt werden sollten, in welchen sich diejenigen, welche zur Ermordung aufgesucht würden, retten könnten. Als aber die Erfüllung der Zeiten eingetreten war und das Wort des Vaters selbst erschien, welches einst zu Moses geredet hatte, gab es folgendes Gebot:2 „Verfolgen sie euch in dieser Stadt, so fliehet in eine andere." Und kurz nachher:3 „Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem der Prophet Daniel gesprochen hat, an heiliger Stätte entstehen sehet; (wer dieses liest, der merke wohl auf!) dann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Gebirge; und wer auf dem Dache ist, der steige nicht herab, um etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen." Weil nun die Heiligen dieses wußten, führten sie einen solchen Lebenswandel. Denn was der Herr hier befahl, das sagte er auch schon vor seiner Ankunft im Fleische durch den Mund der Heiligen. Und es ist dieses die Richtschnur, welche die Menschen zur Vollkommenheit führt, dasjenige zu thun, was Gott befohlen hat.

1: 2. Mos. XXl, 13.
2: Matth. X, 23.
3: Das. XXlV, 15 - l8.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger