Ephräm d. Syrer († 373) - Ausgewählte Gesänge über die Geburt unseres Heilands. 7. Hochgesang der Mutter Gottes über ihre Erhöhung durch ihren Sohn, den unendlich Herrlichen und Wunderthäter. Der zwölfte Gesang.
1.—2. Erhabenheit des menschgewordenen Sohnes Gottes. [S. 45] 1. Maria sprach: „Empor trug mich das Kind. welches ich getragen; er ließ seine Schwingen herab, hob mich auf, legte mich zwischen seine Fittige, schwebte in der Luft hin und her und versprach mir: Die Höhe und Tiefe gehören einst deinem Sohne."1 2. Gabriel sah ich, der ihn Herrn und hohen Priester nannte; auch sah ich den greisen Diener (Simeon im Tempel), der ihn aufhob und trug. Ich sah die Magier tief gebeugt vor ihm sich niederwerfen, und den Herodes verwirrt darob, daß der König2 gekommen. Satan, der (in Ägypten) die Knaben ersäufen ließ, damit auch Moses zu Grunde gehen möchte, ließ auch Knäblein (in Bethlehem durch [S. 46] Herodes) ermorden, damit der Lebendige3 sterben sollte. Nach Ägypten floh Er, der nach Juda gekommen war, um bis zur Ermüdung herumzuzieh'n, weil er seinen Jäger (der ihm nachstellte) zu erjagen suchte.4 1: Durch die Erhöhung seiner heiligen mit der Gottheit vereinten Menschheit zur Rechten des Vaters. 2: So nannten die Weisen aus dem Morgenlande Jesum bei Herodes. 3: Christus, der sich selbst das Leben und den Lebendigen nannte; Joh 14,6; Offb 1,18 4: Der Heiland suchte das verstockte Judenvolk, welches ihm nach dem Leben strebte, für sein Reich zu gewinnen.
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