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Ephräm d. Syrer († 373) - Proben katholischer Polemik aus des hl. Ephräm Reden gegen die Ketzer.
XV. Lebendige Darstellung des Unsinns und der Undankbarkeit Marcions und der Ungläubigen insgesammt.

4. Gottes Einheit; Willensfreiheit des Menschen.

Alle1 spalteten und theilten den Namen, der nie sich spalten und theilen läßt.2 Ein Abtrünniger nämlich leitete aus dem Namen Gottes einen andern verläugnungswürdigen und fremden Namen ab, und dazu zwei seines Gleichen.3 Aus dem Namen eines ewigen Wesens erdichteten sie zwei getheilte Principe (Äonen).4 Preis sei Deiner Majestät, welche die Geschöpfe fesselte und die [S. 302] Seelen frei ließ! Gibt es eine andere Macht,5 so wird sie die Seele nicht aufregen; denn die Seele ist mit der Herrschaft über die Bewegungen ihrer Freiheit begabt. Wenn sie6 Gewalt besitzt, so möge sie die gefesselten Naturen der (unfreien) Geschöpfe lösen.

1: Die Irrlehrer nämlich.
2: Den einen unzertheilbaren Namen Gottes.
3: Aus der Erwähnung des Fremden sieht man, daß hier von Marcion die Rede ist, der drei Urwesen unterschied: die Hyle, den Demiurgos, d. i. den gerechten und strengen Schöpfer im alten Testamente, und den Fremden, d. i. den Guten aber unbekannten Gott, der sich im neuen Testamente offenbarte.
4: Das syrische Wort Itjo, der an sich Seiende, Ewige, wurde auch als Namen für die Äonen der Gnostiker gebraucht.
5: Ausser dem wahren Gotte.
6: Jene andere erdichtete göttliche Macht.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger