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Arnobius major (um 303-305) - Gegen die Heiden (Adversus Nationes)
Siebtes Buch

Nr. 2

Wer sind die wahren Götter? fragt ihr. Im Allgemeinen und ganz einfach antworten wir euch: wir wissen dieß nicht; und auf welche Weise können wir wissen wer die sind, welche wir nie sehen? Wir haben uns gewöhnt, von euch her zu vernehmen, wie daß gar viele Götter es gebe und daß man sie zur Ordnung göttlicher Wesen hinzurechne. Sind sie irgendwo, wie ihr sagt, und wahrhaftig, wie Terentius glaubt, so folgt, daß sie ihrem Namen völlig ähnlich, d. h. daß sie solcher Beschaffenheit seyen, wie wir [S. 181] erwägen, daß sie seyn müssen, genannt nach dem Gesammtnamen. Ja, um mich kurz zu erklären, sie müssen solcher Beschaffenheit seyn, wie der Herr aller Dinge, der Allmächtige selbst, den wir Alle bei Erwähnung seines Namens als den wahren Gott ausgesagt wissen und verstehen: denn Gott unterscheidet sich von einem Anderen darin, wodurch er Gott ist, auf keine Weise, und insofern er der Art nach nur Einzig ist, so kann er in seinen Theilen Weder mehr noch weniger seyn, der eigenthümlichen Beschaffenheit Einförmigkeit sich bewahrend. Da dieß keinem Zweifel unterliegt, so folgt, daß sie auch unwandelbar seyn müssen, von Außen her Nichts begehrend und keinerlei irdische Ergötzlichkeit aus der Fülle der Materie sich aneignend.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger