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Arnobius major (um 303-305) - Gegen die Heiden (Adversus Nationes)
Viertes Buch

Nr. 27

Allein bei euch liebten blos allein die Männer, das weibliche Geschlecht hat seine Keuschheit bewahrt. Ist nicht durch euere Schriften verbürgt, Aurora habe den Thithon liebgewonnen, Luna sey um Endymion entbrannt, die Nereis um Aeakus, die Thetis um des Achilles Vater, Proserpina um Adonis, ihre Mutter Ceres um was weiß ich welchen Ackermann Jasion, und jene Venus selbst, die Mutter von Aeneas und die Gründerin von Roms Herrschaft, nach Vulkan, Phaethon und Mars um Anchyses? Da ihr also solche schimpfliche und schandvolle Unnatürlichkeiten nicht irgend einem namentlich, sondern dem ganzen Geschlecht der Himmlischen, dessen Seyn ihr ersinnt, ohne irgend eine Ausnahme, gleichmäßig aufbürdet, wie wagt ihr, unbeschadet der Schamhaftigkeit, zu sagen, entweder wir seyen die Unfrommen oder aber ihr die Frommen, indem sie viel bedeutendere Beleidigungen von euch durch alle die Schimpflichkeiten, welche ihr zu derselben Schmähung zusammenbringt, ertragen, als Würde und Ehre durch den Ritus und Dienst der Verehrung. Entweder nämlich ist Alles falsch, was von den Einzelnen bekannt ist, derselben Ehre und Majestät antastend, und dann ist die Sache allerdings des Werthes, daß die Götter um derselben willen das Geschlecht der Sterblichen vom Grunde aus vernichten müssen; oder es ist ausgemacht und wahr ohne allen Zweifel ausgesagt, und dann stellt sich als das Endresultat heraus, daß wir wider euern Willen glauben, sie seyen nicht himmlischen, sondern menschlichen Geschlechtes gewesen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger