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Arnobius major (um 303-305) - Gegen die Heiden (Adversus Nationes)
Erstes Buch

Nr. 16

Allein selbst durch deutliche Zusammenfassung kann nicht erkannt werden, was an dem Gesagten sey. Sollten die Alemannen, Perser, Skyten um deßwillen überwunden werden, weil unter ihnen Christen wohnten und lebten, wie könnten die Römer den Sieg erhalten, da unter ihnen ebenfalls Christen hausen und leben? Sollten Asien, Syrien deßwegen Mäuse und Heuschrecken unnatürlicher Weise verheeren, weil ähnlich dort Christen seßhaft sind; warum zeigte sich zur selben Zeit nichts der Art in Spanien, in Gallien, da doch unzählbare Christen auch in diesen Provinzen lebten? Ward aus diesem Grunde genugsame Trockne und Dürre den Getulern und Tinguitanern gesendet, weßhalb empfingen dann die Mauren und Numidier im selben Jahre eine so überreiche Erndte, da jene Lehre ebenfalls in diesen Gegenden sich findet? Mußten in jedweder Stadt um der Abneigung unseres [S. 32] Namens willen sehr viele durch Hunger dahinsterben, weßhalb traf die Gereidetheuerung nicht bloß allein die uns nicht angehörige Menge daselbst, sondern die wohlhabenden und reichen Christen ebenfalls? Entweder also mußten Alle nicht beglückt seyn, sind wir der Uebel Ursache: denn wir finden uns unter allen Völkern; oder da ihr das Glück mit dem Unglück gemischt seht, so höret auf, was eure Zustände verletzt, uns zuzuschreiben, indem wir nie dem Glück und Wohlergehen in den Weg treten. Bring' ich das Uebel hervor, sollt' ich da nicht dem Wohl widerstehen? Ist mein Name Schuld an großem Mangel, warum sollt' ich nicht ungemeine Fruchtbarkeit verhindern? Sagt man, ich spende das Loos der Kriegswunden, weswegen sollt' ich den dahinschwindenden Kriegen nicht eine glückliche Vorbedeutung werden, und durch des bösen Omens Unannehmlichkeit die frühen Hoffnungen verhöhnen?

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger